Sodbrennen lindern
Was Betroffene auf Reisen beachten sollten
25.09.2025 – 08:18 UhrLesedauer: 4 Min.
Brennen hinter dem Brustbein – dieses Symptom kennen Menschen mit Sodbrennen gut. Auf Reisen nehmen die Beschwerden oft zu. Was dann hilft.
Aufregung, lange Auto- oder Bahnfahrten, neue Essgewohnheiten: Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sodbrennen auf Reisen oder im Urlaub häufig verstärkt auftritt. Doch es gibt Tipps, damit unangenehmes Brennen und häufiges Aufstoßen die Reiselust nicht zerstören. Warum Sodbrennen unterwegs oft schlimmer wird – und was gegen die Beschwerden hilft.
Normalerweise ist der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen durch einen Muskel verschlossen. Bei Menschen mit Sodbrennen ist die Funktion dieses Muskels, Ösophagussphinkter genannt, eingeschränkt. Lockert sich der Muskel, kann Magensaft in die Speiseröhre zurückfließen (Reflux). Die enthaltene Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre und löst das typische Brennen hinter dem Brustbein aus.
Schätzungen zufolge haben etwa 25 von 100 Menschen in den westlichen Ländern immer wieder Beschwerden mit Sodbrennen und Aufstoßen. Häufig betroffen sind Menschen mit Übergewicht, Schwangere, Menschen mit stressigem Lebensstil, Raucher sowie Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken oder sehr fett- und kohlenhydratreich essen. Gelegentliches Sodbrennen ist meistens harmlos. Wer regelmäßig Beschwerden hat, sollte zum Arzt gehen.
Betroffene mit Sodbrennen bemerken auf Reisen beziehungsweise im Urlaub häufig eine Verschlechterung der Symptome. Das kann verschiedene Gründe haben:
Stress: Reisen ist oft mit Stress und Aufregung verbunden. Packen, an alles denken, den Zug erwischen, Koffer am Flughafen aufgeben … viele Sodbrennen-Betroffene bemerken unter Stress eine Symptomverschlimmerung. Unter anderem bildet der Magen mehr Magensäure, die Magenentleerung kann sich verzögern und die Verdauungsfunktion ist verlangsamt.
Neue Essgewohnheiten: Auf Reisen lassen sich alltägliche Essgewohnheiten kaum beibehalten. Nicht immer ist erhältlich, was der Magen gut verträgt. Die Portionen sind oft größer, das Essen häufig fett- und zuckerreicher. Je nachdem, wohin man reist, können die Speisen anders gewürzt, beispielsweise schärfer sein. Auch sind in vielen Ländern Zwiebeln, Chili und Knoblauch Bestandteil der Gewürzküche. Bei Sodbrennen werden sie oft nicht gut vertragen. Zudem sind die Mahlzeiten meist unregelmäßiger und auch der Alkohol- und Kaffeekonsum kann zunehmen. All das sind Einflussgrößen, die Sodbrennen begünstigen.
Hastiges Essen und unbequeme Sitzposition: Nicht selten wird auf einer Raststätte oder am Bahnhof schnell ein Snack verzehrt, bevor die nächste Etappe ansteht. Stressfreies Essen und gründliches Kauen? Fehlanzeige. Mit vollem Magen geht es dann weiter mit langen Autofahrten oder langem Sitzen in Zug und Flugzeug. Bequem ist diese Haltung für den Magen nicht. Völlegefühl und Druck im Magen nehmen zu.
