Fiese Fallen in Italien

Betrüger zocken Autofahrer im Urlaub ab


20.07.2026 – 12:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Gefährlicher Zwischenstopp: Wer auf Rastplätzen pausiert, gerät schnell ins Visier von Trickbetrügern. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer)

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, gerät schnell ins Visier von Trickbetrügern. Der Automobilclub ÖAMTC warnt vor bösen Überraschungen. Besonders in Italien drohen teure Betrugsmaschen.

Ein lauter Knall auf der Autobahn oder ein vermeintlich hilfsbereiter Helfer am Rastplatz: Auf unbekannten Straßen werden Autofahrer schnell zum Betrugsopfer. „Solche Fallen können jeden treffen und teuer werden“, warnt ÖAMTC-Expertin Dagmar Redel.

Die meisten Urlauber kommen zum Glück nie mit Betrügern in Kontakt. Hilfreich ist es dennoch, wichtige Warnsignale zu erkennen.

Der Steinwurftrick am Außenspiegel

Diese Masche trifft Autofahrer vor allem in Italien. Die Täter werfen einen Stein gegen das vorbeifahrende Auto. Das knallt laut. Kurz darauf behaupten sie, der Urlauber habe ihren Außenspiegel beschädigt, und verlangen sofort Bargeld.

Wenn Sie keinen Schaden bemerken, sollten Sie einfach weiterfahren. Stoppen Sie dennoch, bleiben Sie im Fahrzeug sitzen und öffnen Sie das Fenster nur einen Spalt weit. Bestehen Sie darauf, die Polizei zu rufen. Das schreckt Täter ab.

Vorsicht in Italien: Besonders auf den Routen im Süden droht Autofahrern der berüchtigte „Spiegeltrick“. (Quelle: Aitor Carrera Portà via www.imago-images.de)

Die Abschleppfalle auf der Autobahn

Hier nutzen Kriminelle echte Pannen aus. Kaum steht das Auto am Straßenrand, taucht wie aus dem Nichts ein vermeintlicher Abschleppdienst auf – noch bevor Sie selbst Hilfe rufen konnten. Die Falle schnappt zu, wenn die Täter das Auto in einen weit entfernten Betrieb bringen. Am Ende fordern sie völlig überhöhte Kosten für das Abschleppen und die Reparatur.

Die Reifensabotage auf dem Rastplatz

Dabei haben es die Betrüger auf die Wertsachen im Auto abgesehen. Während einer Pause an der Raststätte manipulieren die Täter heimlich einen Autoreifen. Kurz nach der Weiterfahrt folgt die Panne. Sofort tauchen vermeintliche Helfer auf. Während sie die Insassen ablenken, stehlen Komplizen unbemerkt Taschen und Geld aus dem Innenraum.

Drei Handgriffe, die Diebe stoppen

Mit diesen drei Regeln machen Sie es Kriminellen im Urlaub schwer:

  • Der Grifftest: Wer das Auto per Funk verriegelt, sollte anschließend kurz per Hand am Griff prüfen, ob die Türen wirklich geschlossen sind. Betrüger blockieren Funksignale oft mit Störsendern.
  • Kofferraum statt Rückbank: Legen Sie Ihr Gepäck und Ihre Taschen niemals offen auf die Sitze. Verstauen Sie alles im Kofferraum, damit Diebe gar nicht erst in Versuchung geraten.
  • Der Kontrollblick: Prüfen Sie Ihr Auto und die Reifen nach jedem unbewachten Stopp auf Rastplätzen. Wer kurz nach der Rast eine Panne hat, sollte vorsichtig sein. Bleiben Sie im verriegelten Wagen und wählen Sie den Notruf.
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