Bestimmt der 27. Juni wirklich das Wetter der nächsten sieben Wochen? Dann könnte es ziemlich ungemütlich für uns werden.
Das Wichtigste im Überblick
„Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag“ – so lautet zumindest eine Bauernregel für den 27. Juni. Demnach könnte das Wetter unbeständig bleiben, denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für diesen Tag Temperaturen von bis zu 27 Grad, aber auch Schauer und kräftige Gewitter.
Wettervorhersage für die nächsten Tage
Obwohl es in den kommenden Tagen deutlich abkühlen soll – teilweise sinken die Tagestemperaturen auf bis zu 22 Grad Celsius und die Nachttemperaturen auf bis 9 Grad – sollten Sie die Sonnencreme und den Ventilator nicht allzu weit wegräumen. Denn spätestens ab Samstag zeigt sich die Sonne wieder häufiger und das Thermometer könnte auf bis zu 28 Grad Celsius am Tag klettern. Nachts soll es hingegen weiterhin kühl bleiben.
Grund für die kühleren Nächte ist die beständige Regenfront, die sich über Deutschland hält. Das Problem dabei ist: Neben einer leichten Abkühlung bringt sie auch teils heftige Gewitter mit sich, so Meteorologen. Denken Sie daher auch weiterhin an die Schutzmaßnahmen für Unwetter und Überschwemmungen.
Aussichten für die nächsten Wochen
In den kommenden Wochen wird sich die Wetterlage laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kaum ändern. Lediglich die Temperaturen werden wieder ansteigen, sodass es zu einer schwül-warmen Witterung in Deutschland kommt. So lautet die Prognose bis zum 5. Juli 2023: „Leicht unbeständig, mit Wolken und gebietsweise Regen. Auch kräftige Gewitter möglich. Meist sommerlich warm mit 22 bis 28 Grad.“
Und auch für die Wochen danach rechnen Meteorologen mit Temperaturen von teilweise bis zu 37 Grad Celsius und starken Regenschauern.
Sind jetzt sieben Wochen Sonne angesagt?
Eine der alten Wetterweisheiten lautet: „Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.“ Doch diese Aussage ist mit Vorsicht zu genießen. Sichere Aussagen über die Entwicklung des Wetters können nur für die kommenden drei Tage gemacht werden, erklärt ein DWD-Sprecher auf Nachfrage von t-online. Zudem liege die Chance, dass das Wetter am 27. Juni für die kommenden sieben Wochen bestehen bleibe, zwischen 55 und 70 Prozent. „Sie können auch eine Münze werfen“, so der DWD.
Für Meteorologen relevant ist eher ein mehrtägiger Zeitraum zwischen Ende Juni und Anfang Juli. Denn hier kann sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent in der Atmosphäre eine Strömungslage verfestigen. Diese prägt sodann den weiteren Verlauf des Sommers, erklärt der Sprecher. Da die Bauernregel bereits vor der Gregorianischen Kalenderreform 1582 entstand, stimmt der heutige Siebenschläfertag zudem nicht mehr mit dem ursprünglichen Tag überein. Durch die Verschiebung um etwa zehn Tage wäre der „richtige“ Siebenschläfertag erst am 7. Juli.
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Verschiedene Auslegungen
Die Bauernregel gibt es in verschiedenen Formulierungen, hier einige Beispiele:
- „Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.“
- „Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag.“
- „Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.“
- „Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.“
- „Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnet’s ganze sieben Wochen.“
Was ist dran am Siebenschläfertag?
Aberglaube hin oder her: Meteorologen sehen zu dieser Zeit tatsächlich eine Stabilisierung der Großwetterlage, die meist über eine längere Zeitspanne anhält. Der Grund dafür sei die Besonderheit der Erdatmosphäre: In etwa zehn Kilometern Höhe wehen sogenannte Jetstreams im Zickzack um die Erde. Sie beeinflussen die Zugbahnen der Hoch- und Tiefdruckgebiete und sind damit wesentlich für die Wetterentwicklung verantwortlich.
In der Zeit von Ende Juni bis Anfang Juli bleibt der Verlauf des Jetstreams relativ konstant, entsprechend stabil verhält sich die Wetterlage. Ob es sonnig oder regnerisch wird, hängt letztlich davon ab, ob der Wind in einer Süd- oder Nordkurve über Europa hinwegzieht. Wenn der Jetstream südlich verläuft, herrscht eher Tiefdruckeinfluss und unbeständigeres Wetter, ein nördlicher Verlauf hingegen bedeutet Hochdruck und Sonnenschein.
Possierliches Tierchen: Woher hat der Siebenschläfer seinen Namen?
