Tod und Tränen

Darum ging es in dem „Tatort“ aus Nürnberg


Aktualisiert am 24.08.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 3 Min.

„Tatort: Trotzdem“: Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs) in der Tiefgarage. (Quelle: BR/Hager Moss Film GmbH/Bernd Schuller)

Am Sonntag zeigte die ARD den letzten „Tatort“ mit Dagmar Manzel als TV-Kommissarin. Sie war seit 2015 dabei. Ihr letzter Fall war dramatisch.

Noch immer befinden sich „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ in der Sommerpause. Die ARD setzt deswegen am Sonntagabend auf die Wiederholungen alter Fälle. Jüngst wurde deswegen der Film aus Nürnberg aus dem Jahr 2024 wiederholt. Der „Tatort: Trotzdem“ war der letzte Fall von Paula Ringelhahn (gespielt von Dagmar Manzel).

Wenn Schauspielerinnen oder Schauspieler aus einer Serie aussteigen, dann meist auf einschneidende Weise: Sie trennen sich zum Beispiel von ihrem Partner, werden in eine andere Stadt versetzt oder sterben. Für Letzteres wäre im „Tatort“-Krimi aus Franken viel Gelegenheit gewesen: Am Ende fielen viele tödliche Schüsse in Nürnberg. Doch Hauptkommissarin Paula Ringelhahn, gespielt von Dagmar Manzel, ging einfach in Rente.

Ein Ende, wie sie es sich gewünscht habe, sagte Dagmar Manzel der Deutschen Presse-Agentur 2024. Für Manzel war ihr zehnter „Tatort“-Krimi zugleich ihr letzter Auftritt an der Seite von Fabian Hinrichs und Eli Wasserscheid, die seit 2015 als Felix Voss und Wanda Goldwasser ebenfalls zum Ermittler-Team gehören.

Abschied mit Tränen

Und das Ende hatte es in sich. Eigentlich seien es zwei Enden gewesen, meinte Manzel. „Einerseits ist da die Geschichte, die damit endet, dass Menschen sterben.“ Andererseits sei da ihr Abschied, der dazu in einem gewissen Gegensatz stehe.

Während die Schlussszene auf der Straße an einen Quentin-Tarantino-Film erinnerte, verabschiedete sich Hauptkommissarin Paula Ringelhahn im Polizeipräsidium mit Tränen in den Augen von ihrem Team.

Darum ging es

Doch von Anfang an: Alles begann mit dem Suizid des 25-jährigen Lenni, der wegen des gewaltsamen Todes einer Frau vor drei Jahren im Gefängnis saß. Seine Schwestern Maria (Mercedes Müller) und Lisa (Anne Haug) versuchten seitdem, seine Unschuld zu beweisen. Paula Ringelhahn und Felix Voss nehmen die Ermittlungen auf. Doch schon bald gab es den nächsten Toten. Es war der Sohn von Karl Dellmann (Fritz Karl) und seiner Frau Katja (Ursina Lardi) – ein Ex-Freund der Getöteten.

In „Trotzdem“ von den Regisseuren Max Färberböck und Danny Rosness standen sich zwei Familien gegenüber, deren Trauer um die geliebten Menschen in Hass und Gewalt mündeten. Ringelhahn und Voss mussten schließlich überstürzt von der Abschiedsfeier aufbrechen, um noch Schlimmeres zu verhindern. Die Dramatik am Ende war für Zartbesaitete stellenweise schwer erträglich, die Geschichte fand aber mit dem Kontrapunkt von Ringelhahns rührendem Abschied später einen versöhnlichen Ausgang.

„Ich gehe mit großer Freude“

Die Zeit als „Tatort“-Kommissarin sei für sie eine toll gewesen, sagt Dagmar Manzel. (Quelle: Tobias Hase/dpa/dpa-bilder)
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