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Auto

So viel teurer ist Autofahren im Jahr geworden

wochentlich.deBy wochentlich.de16 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Beispielrechnung

Spritpreisexplosion: So viel kostet Autofahren mehr als vor der Krise


16.09.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Gestiegene Preise: Tanken belastet die Haushaltskassen stärker als zur Zeit vor dem Beginn des Iran-Krieges. (Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)

Tanken ist deutlich teurer geworden. Was der Unterschied zum Preisniveau vor dem Iran-Krieg aufs Jahr hochgerechnet für Autofahrer bedeutet.

Der Preis für Super E10 hat am Dienstag im bundesweiten Tagesschnitt 2,30 Euro je Liter erreicht. Auch Diesel ist mit 2,422 Euro je Liter deutlich teurer geworden. Doch was bedeuten solche Literpreise für die Tankrechnung eines ganzen Jahres?

Nach Angaben des ADAC kostete E10 am letzten Tag vor Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar 2026 gut 52 Cent weniger als am Dienstag. Bei Diesel beträgt der Unterschied fast 68 Cent je Liter. Schon bei einer 50-Liter-Tankfüllung macht das 26 beziehungsweise 34 Euro aus.

Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man beide Preisniveaus auf ein Jahr hochrechnet. Dabei handelt es sich um eine Modellrechnung: Sie unterstellt, dass die jeweiligen Kraftstoffpreise ein ganzes Jahr lang konstant bleiben. Tatsächlich schwanken die Preise natürlich.

So viel kostet Benzin aufs Jahr gerechnet

Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und des Umweltbundesamtes verbrauchten Benziner je nach Statistik zwischen 7,4 und 7,7 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer – für diese Berechnung sind 7,7 Liter die Grundlage. Benzin-Pkw kamen 2025 laut KBA auf eine durchschnittliche Jahresfahrleistung von 8.406 Kilometern. Bei diesen Werten benötigt ein Benziner rechnerisch rund 647 Liter Kraftstoff im Jahr. Beim aktuellen E10-Preis von 2,30 Euro je Liter ergibt das jährliche Kraftstoffkosten von rund 1.489 Euro.

Legt man dagegen einen um 52 Cent niedrigeren Preis zugrunde, wie er sich aus dem vom ADAC genannten Preisunterschied zum letzten Tag vor Beginn des Iran-Krieges ergibt, wären es rund 1.152 Euro. Der Unterschied: rund 337 Euro im Jahr. Auf einen Monat umgerechnet entspricht das rund 28 Euro.

Beim Diesel sind es rund 800 Euro

Bei Diesel-Pkw fällt die Modellrechnung noch einschneidender aus. Sie werden im Durchschnitt deutlich mehr bewegt als Benziner. Bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von rund 17.000 Kilometern und einem Durchschnittsverbrauch von 7,0 Litern je 100 Kilometer werden rechnerisch 1.190 Liter Diesel pro Jahr benötigt.

Beim auf 2,42 Euro gerundeten aktuellen Preis ergibt das Kraftstoffkosten von rund 2.880 Euro im Jahr. Vor Beginn des Iran-Krieges lag der Dieselpreis nach den vorliegenden Angaben rund 68 Cent niedriger. Bei einem Vergleichspreis von 1,74 Euro wären für dieselbe Strecke rund 2.071 Euro angefallen. Damit liegen zwischen beiden hochgerechneten Preisniveaus rund 809 Euro pro Jahr. Das entspricht etwa 67 Euro im Monat.

Doch Achtung: Die Modellrechnung gibt nur einen Eindruck von den Dimensionen der Preissteigerungen. Sie sagt nichts darüber aus, wie viel Autofahrer tatsächlich innerhalb eines Jahres für Kraftstoff zahlen werden: Neben den Schwankungen der Spritpreise unterscheiden sich auch Fahrleistung und Verbrauch von Auto zu Auto.

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