Ist Kaffee im Sonderangebot, kann er gut in größeren Mengen gekauft werden. Kaffeebohnen lassen sich problemlos einfrieren und bleiben so länger haltbar. Wichtig ist jedoch, sie luftdicht zu verpacken und nicht mehrfach aufzutauen und wieder einzufrieren. Denn Temperaturschwankungen erzeugen Feuchtigkeit – und das schadet Aroma und Qualität.
Von der Idee, Kaffee in jeglicher Art und Weise zu strecken, rät Michael Gliss, Diplom-Kaffee-Sommelier, ab. Man strecke schließlich auch keinen guten Wein oder keine Cola.
„Kaffee ist ein Genussmittel.“ Er appelliert daher an Kaffeetrinker: „Gönnt euch die Tassen mit Bewusstsein. Gebt ruhig 20 bis 25 Cent pro Tasse aus, und genießt sie dafür intensiv, statt den Kaffee zu strecken. Dann seid ihr auf einem guten Weg.“
Es gibt Gewohnheiten, die den Preis pro Tasse unnötig in die Höhe treiben.
Falscher Mahlgrad – mehr Verbrauch als nötig
Der Mahlgrad entscheidet nicht nur über den Geschmack, sondern auch über den Verbrauch. Ist der Mahlgrad optimal auf die Zubereitung abgestimmt, lösen sich die Aromen ideal. Der Kaffee schmeckt ausgewogen – ohne dass Sie mehr Pulver benötigen.
Ist das Pulver zu fein, wird der Kaffee schnell überextrahiert. Er schmeckt bitter – viele versuchen, das mit mehr Wasser oder neuem Pulver zu „korrigieren“. Das erhöht den Kaffeeverbrauch. Ist der Mahlgrad zu grob, bleibt der Kaffee dünn. Die Folge: Sie nehmen mehr Pulver pro Tasse, um Geschmack zu bekommen – und verbrauchen unnötig viel.
