Trotz hoher Gehälter
In keiner anderen Stadt ist Eigentum so schwer zu erreichen
19.11.2025 – 12:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Wohnraum in München bleibt weiter rares Gut. Ein neues Ranking zeigt nun, wie viel sich die Münchner mit einem durchschnittlichen Gehalt überhaupt leisten können.
München bleibt Deutschlands teuerster Immobilienmarkt. In keiner anderen deutschen Stadt ist es so schwer, sich Wohneigentum leisten zu können. Das zeigt ein aktuelles Ranking des Immobilienportals „Immowelt“.
Für den Vergleich hat das Portal ein durchschnittliches Monatsgehalt auf den Quadratmeterpreis einer Bestandswohnung errechnet. Demnach steht die bayerische Landeshauptstadt auf dem letzten Platz aller 106 untersuchten Städten, obwohl die Gehälter in München überdurchschnittlich hoch sind.
Der Preisvergleich zeigt: Ein Quadratmeter einer typisierten Bestandswohnung – also kein Neubau – liegt bei 8.224 Euro. Mit dem Median-Bruttogehalt von 5.094 Euro kann man sich somit lediglich 0,619 Quadratmeter leisten.
Die Analyse zeigt: In keiner anderen deutschen Stadt reicht das Gehalt für so wenig Wohnraum wie in München. Selbst im Vergleich mit anderen teuren Metropolen fällt die Stadt weiter zurück. Hamburg erreicht einen Leistbarkeitsfaktor von 0,722, Berlin liegt bei 0,826, Frankfurt bei 0,865. Käufer mit mittlerem Einkommen haben also in München die schlechtesten Chancen darauf, sich Wohnraum leisten zu können.
Auch Potsdam reiht sich am unteren Ende ein. Dort beträgt der Faktor 0,714, was den vorletzten Platz bedeutet. In mehreren kleineren Großstädten wie Freiburg, Heidelberg oder Rosenheim ist der Wohnungskauf ebenfalls schwer zu stemmen, doch nirgendwo ist der Abstand zwischen Verdienst und Preisniveau so groß wie in München.
Für das Ranking wurden die Angebotspreise auf „Immowelt“ zum Stichtag 1. November 2025 ausgewertet. Die Gehaltsdaten stammen von der Bundesagentur für Arbeit.
„In den hochpreisigen Metropolen stellt der Immobilienkauf für Normalverdiener oft eine große finanzielle Herausforderung dar“, sagt „Immowelt“-Geschäftsführer Robert Wagner in einer Mitteilung. Besonders in Städten wie München übersteigen die Preise mittlerweile deutlich die mittleren Einkommen.
Während München den letzten Platz belegt, zeigt das Ranking, dass Wohneigentum andernorts auch für Durchschnittsverdiener erreichbar bleibt. An der Spitze steht Pirmasens mit einem Faktor von 2,870. Dort liegt das monatliche Medianentgelt fast dreimal so hoch wie der Quadratmeterpreis. Salzgitter und Gera folgen auf den Plätzen zwei und drei.
