Matcha ist out
Lila und lecker: Das ist die neue Trend-Geschmacksrichtung
06.05.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Lila ist das neue Grün: Eine violette Jamswurzel aus Südostasien gilt als nächster großer Food-Trend nach Matcha. Was Ube zu etwas Besonderem macht.
Matcha ist seit einiger Zeit ein fester Bestandteil in der Lebensmittelindustrie – ob als eisgekühlter Matcha-Latte oder als Geschmacksrichtung für Eis, Käsekuchen und andere Süßwaren. Der japanische Grüntee gilt nicht nur als besonders gesund, sondern auch als stylish – perfekt für Werbung und die sozialen Medien.
Doch nun hält eine neue Trend-Zutat Einzug. Ube ist eine violette Jamswurzel und erinnert rein äußerlich an eine lilafarbene Süßkartoffel. In der philippinischen Küche ist die Knolle seit Jahrhunderten fester Bestandteil. Ube ist im Geschmack süßlich-nussig und etwas vanillig. Die Wurzel eignet sich daher perfekt für Süßspeisen, die durch die intensive Farbe kräftig bis pastellig violett werden.
Während Ube in Ländern wie den USA längst in Cafés, Bäckereien und Eisdielen angekommen ist, schwappt der Trend jetzt langsam auch nach Deutschland über. In den sozialen Medien haben die Posts unter Hashtags wie #ube oder #ubelatte zuletzt stark zugenommen, wie das Branchenblatt „Lebensmittel Zeitung“ (LZ) mitteilt. Das liegt auch daran, dass Produkte mit Ube besonders „instagramable“ sind. Das heißt, dass sie auf Instagram, Facebook und Co. gut ankommen, weil sie durch die violette Färbung gut aussehen.
Auch große Ketten wie Starbucks oder Costa Coffee haben das Potenzial der Trend-Zutat entdeckt und Kaffeegetränke mit Ube-Geschmack ins (limitierte) Sortiment aufgenommen. Im Einzelhandel spielt Ube bisher keine große Rolle, wie die „Lebensmittel Zeitung“ schreibt. In einigen asiatischen Supermärkten kann man Ube als Pulver, Extrakt oder Paste kaufen. Bei den großen Discountern und Supermärkten ist der Trend aber noch nicht abgekommen. Lediglich ein Edeka in Berlin bietet laut LZ fertige Ube-Latte-Getränke in der markteigenen Kaffeebar an.
Experten sind allerdings vom Potenzial der Knolle überzeugt. Nicht nur die Farbe sei für Kundinnen und Kunden ansprechend, sondern auch der Geschmack. Er sei gleichzeitig neu und vertraut, wie die Geschäftsführerin der Food-Marketing-Agentur Spoonful der „LZ“ sagte: „Ube sieht mit seiner violetten Farbe radikal neu aus, schmeckt aber nach Dingen, die wir seit der Kindheit lieben.“ Anders als bei Matcha, der geschmacklich eher polarisiert, schmeckt Ube mild und süßlich.
Zudem spricht Ube auch Menschen an, die sich gesund und bewusst ernähren. Ube enthält die Vitamine A, C und E, ist reich an Ballaststoffen, Kalium, Kupfer und Antioxidantien. Die violette Färbung der Knolle entsteht durch Anthocyane – natürliche Pflanzenfarbstoffe, die antioxidativ wirken und den Körper vor Zellschäden schützen können.
