Muss Tuchel um seinen Job fürchten?
„Ich bereue nichts“
16.07.2026 – 08:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Direkt nach dem verpassten WM-Finale gerät Thomas Tuchel in die Kritik. Erste Fans fordern sein Aus. Der Verband aber will an ihm festhalten.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat auf die Kritik an der Leistung seines Teams im WM-Halbfinale gegen Argentinien reagiert. „Natürlich wollten wir das zweite Tor machen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass offensive Wechsel helfen würden. Ich kann die Diskussionen verstehen“, sagte der deutsche Coach nach dem 1:2 (0:0) in Atlanta. „Natürlich gibt es danach immer Leute, die es besser wissen. Ich übernehme die Verantwortung, aber ich bereue nichts.“
Tuchel hatte nach dem Führungstor durch Anthony Gordon (55. Minute) mit Dan Burn, Nico O’Reilly und Ezri Konsa insgesamt drei Verteidiger eingewechselt und auf eine Fünferkette umgestellt. „Wir wollten in der Luft stärker sein. Direkt nach unserem Tor haben wir viel zu viele Flanken kassiert“, begründete Tuchel. Die erste Verantwortung für all diese Entscheidungen liege beim Trainer.
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Enzo Fernández (85.) und Lautaro Martínez (90.+2.) trafen in der Schlussphase jeweils auf Vorlage von Superstar Lionel Messi. Während der Titelverteidiger am Sonntag in East Rutherford bei New York auf Europameister Spanien trifft (21 Uhr im Liveticker bei t-online), bekommt es England am Samstag in Miami mit Frankreich zu tun (23 Uhr). Es geht nur noch um Platz drei.
Auf den ersten großen Titel seit ihrem WM-Triumph 1966 muss die englische Nationalmannschaft weiter warten. „Das Team hat alles gegeben, wir waren sehr nah dran. Wir haben es nicht über die Ziellinie gebracht“, sagte Tuchel, der bei den „Three Lions“ noch einen Vertrag bis 2028 hat. In zwei Jahren ist Großbritannien mit dem Hauptspielort London Gastgeber für die Europameisterschaft.
Verbandschef hält sich bedeckt
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Tuchel trotz des Scheiterns im WM-Halbfinale das Vertrauen des englischen Fußballverbands FA haben. Es werde erwartet, dass er das Team auch zur EM 2028 führen werde, schrieb unter anderem die BBC kurz nach der Niederlage gegen Argentinien in Atlanta. Auch die „Times“ berichtete, Tuchel werde wahrscheinlich Trainer bleiben.
Nach der Partie äußerte sich FA-Geschäftsführer Mark Bullingham vorerst nicht konkret zur Vertragssituation Tuchels. „Die Spieler und Thomas haben heute alles gegeben und das Team, die Trainer und der Staff hätten nicht härter während des Turniers arbeiten können“, sagte der Funktionär und sprach ihnen seinen Dank aus.
