TV-Star finanziell am Ende
Gaby Köster: „Ich habe wirklich Panik, wie es weitergeht“
Aktualisiert am 14.07.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 3 Min.
Vor 18 Jahren hatte Gaby Köster einen Schlaganfall. Seitdem ist die Schauspielerin und Komikerin auf Hilfe angewiesen. Jetzt klagt sie vor allem die Politik an.
Gaby Köster vermisst das Fernsehen. Die 64-Jährige musste 2008 nach einem Schlaganfall ihre Karriere beenden. Wie nun mit ihr umgegangen wird, hat sie in einem Interview scharf kritisiert.
„Also finanziell muss ich sagen: Ja, ich vermisse das Fernsehen. Ich habe auch wirklich Panik, wie es weitergeht“, sagte sie im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in München. Heute ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen. „Ich habe Pflegestufe zwei und kann mir zum Beispiel selber nichts kochen. Aber wenn ich der Krankenkasse sage, ich brauche eine höhere, heißt es, ich sei nicht dement genug und der Schlaganfall auch schon lange her.“
„Ich wiege noch 58 Kilo“
Die gebürtige Kölnerin zeigte sich nicht nur wegen ihrer finanziellen Zukunft besorgt. „Ich wiege noch 58 Kilo bei 1,76 und das ist alles nicht lustig“, sagte sie. „Ich habe eine Reinigungsfrau und jemanden, der für mich einkaufen geht, und habe eine unfassbar liebenswerte Nachbarin, die sich auch um mich kümmert. Wenn es das alles nicht gäbe, würde ich jetzt hier nicht sitzen, sondern wahrscheinlich in einer Urne.“

Von der Politik fühle sie sich im Stich gelassen. „Ich habe in meinem Leben ich weiß nicht wie viel an Steuern bezahlt. So kann man nicht mit Menschen umgehen.“ Weiter sagte sie: „Ich wünsche mir, dass alle Politiker mindestens mal eine Schicht von den Pflegekräften machen. Und dann sollen sie mal das Maul aufmachen. Applaus für Pflegepersonal reicht nicht, da können die weder Miete von zahlen noch sich ernähren oder ihre Kinder anständig beaufsichtigen.“ Die Menschen in Pflegeheimen hätten alle lange für dieses Land gearbeitet. Wie sie nun behandelt würden: Das gehe nicht.
Für eine politische Partei hatte Köster einen besonders bissigen Kommentar übrig: „80 Prozent aller Menschen, die in Pflegeheimen und Krankenhäusern arbeiten, sind Ausländer. Und ich freue mich auf den Tag, wenn ein AfDler irgendwo rumliegt und dann auf eine Brasilianerin angewiesen ist, die ihm hoffentlich den Arsch mit Schmirgelpapier abwischt.“
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