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Sport

So kam es zum verrücktesten Debüt der Liga

wochentlich.deBy wochentlich.de5 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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1. FC Köln

So kam es zum verrücktesten Debüt der Liga


05.09.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Imad Rondic beim Training des 1. FC Köln am Donnerstag. (Quelle: IMAGO/Herbert Bucco/imago)

Vom Abstellgleis auf die Bundesliga-Bühne: Imad Rondic hat beim 1. FC Köln aus dem Nichts sein Comeback gefeiert. Trainer Wagner wollte ein Zeichen setzen.

Den gesamten Sommer über musste Imad Rondic einsam schuften. Der in der vergangenen Saison verliehene Stürmer wurde zum Vorbereitungsauftakt sofort ausgemustert, durfte nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Am Freitagabend (4. September) feierte Rondic beim 1:4 in Stuttgart dennoch sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln – und damit eines der vielleicht verrücktesten Comebacks der Liga.

Eigentlich sollte sich der Bosnier einen neuen Verein suchen, sich währenddessen am Geißbockheim mit Einzelschichten fit halten. Doch Rondic wechselte nicht, gab bei den Individualtrainings mit Co-Trainer Kevin McKenna Vollgas und wurde belohnt.

Rondic zurück im Training und direkt Joker

Am Mittwoch (2. September), nach Schließung des Transferfensters in Deutschland, durfte der 27-Jährige ins Mannschaftstraining zurückkehren. Aufgrund des Ausfalls von Thijs Dallinga (Magen-Darm-Infekt) rückte er überraschend direkt in den Kader. Und als der FC am Freitagabend beim VfB Stuttgart einem 1:3-Rückstand hinterherrannte, wurde Rondic zu Beginn der Nachspielzeit noch überraschender eingewechselt.

„Es war die Marschroute, auf das 3:2 zu gehen“, erklärte Trainer René Wagner und brachte mit Rondic einen weiteren Angreifer. „Im Fußball sind schon die verrücktesten Dinge passiert, deshalb haben wir uns für Imad entschieden und ein Stück weit auch seine Geschichte belohnt.“

  • Kommentar zum 1:4 in Stuttgart: Das ist zu wenig für die Bundesliga
  • Kessler hält Wort: Jetzt ist der FC-Kader bereit

Diese Geschichte lautet: vom aussortierten, ungewollten Profi zum internen Vorbild. „Das ist ein Spieler, der von uns aus dem Mannschaftstraining genommen wurde, das war ein herber Rückschlag für ihn. Er hat sich acht Wochen den Arsch aufgerissen“, lobte Wagner die Mentalität des Stürmers.

Der Kölner Coach betonte in Stuttgart zudem: „Spieler, die jeden Tag ihr Herz auf dem Platz lassen, die nie aufgeben, die immer versuchen, das Beste rauszuholen, haben es verdient, bei uns im Kader stattzufinden.“ Hinters Rondics überraschendem Comeback steckte daher auch eine Botschaft. „Mir war es wichtig, auch der Mannschaft das Zeichen zu geben: Wer sich bei uns den Arsch aufreißt, wird Fußball spielen“, so Wagner.

Wagner über Rondic: „Ob es reicht, weiß ich nicht“

Es wäre ein Märchen gewesen, hätte der Bosnier sogar getroffen und den FC in Stuttgart noch einmal herangebracht. Die Realität sah anders aus: Mit einem seiner nur drei Ballkontakte legte Rondic unfreiwillig Josha Vagnomans Traumtor zum 4:1-Endstand auf. Er wollte einen Einwurf per Kopf klären und bediente damit den VfB-Star.

Matchwinner des 1. FC Köln: Thijs Dallinga (l.) und Saïd El Mala.Vergrößern des Bildes
Thijs Dallinga (l.) und Saïd El Mala (Archivbild). Ob Rondic im Kader verbleiben darf, hängt von Dallingas Genesung ab. (Quelle: Imago/Beautiful Sports International)
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