ÖPNV-Angebot ins Umland

Nachts mit Bus und Bahn: Frankfurt schneidet bei Vergleich gut ab


30.09.2025 – 13:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Bus an der Frankfurter Konstablerwache (Archivbild): Die Stadt schneidet bei einem Vergleich zum nächtlichen Angebot gut ab. (Quelle: Ralph Peters via www.imago-images.de/imago)

Ein Vergleich untersucht, wie gut Fahrgäste nachts aus deutschen Großstädten ins Umland kommen. Frankfurt belegt dabei einen der Top-Platzierungen.

Frankfurt hat im deutschlandweiten ADAC-Vergleich zum nächtlichen Nahverkehr sehr gut abgeschnitten. Der Automobilclub untersuchte, wie zuverlässig Fahrgäste am Wochenende nachts von der Innenstadt in nahegelegene Umlandgemeinden kommen. Ergebnis: Frankfurt punktet mit kurzen Reisezeiten, wenig Umstiegen und einem dichten Takt.

Die Tester prüften die Anbindung nach Bad Homburg-Ober-Eschbach, Maintal-Bischofsheim, Neu-Isenburg, Hattersheim am Main und Eschborn. In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai waren demnach alle fünf Orte zwischen 23.30 und 2.30 Uhr erreichbar. Nur bei drei Verbindungen war ein Umstieg notwendig. Die Fahrtzeiten lagen zwischen 19 Minuten nach Eschborn und 36 Minuten nach Ober-Eschbach. Fußwege blieben überschaubar.

Der ADAC hob zudem hervor: Im Frankfurter Stadtgebiet fahren viele Linien im 24-Stunden-Betrieb. Das hebe Frankfurt von vielen anderen Städten ab.

Im bundesweiten Vergleich gehörte Frankfurt zu den fünf Städten mit der Bestnote „sehr gut“, neben Augsburg, Bremen, Düsseldorf und Hannover. Kassel erhielt dagegen nur ein „ausreichend“.

Kritisch sah der ADAC die elektronische Fahrplanauskunft: In 13 von 20 untersuchten Städten funktionierte sie nicht durchgängig zuverlässig. Auch im Rhein-Main-Verkehrsverbund zeigte die Suche nicht immer alle vorhandenen Verbindungen an. Der Club empfiehlt Fahrgästen, verschiedene Auskunftssysteme zu prüfen und sich vor Fahrtantritt über mögliche Änderungen wie Ersatzverkehre oder Umleitungen zu informieren.

Für den Test wählte der ADAC insgesamt 20 deutsche Großstädte mit 100.000 bis einer Million Einwohnern aus. So sollte ein möglichst flächendeckendes Bild des nächtlichen ÖPNV in deutschen Ballungsräumen entstehen.

Ein Haken an der Methodik: Die Datenerhebung berücksichtigte ausschließlich die elektronische Fahrplanauskunft der jeweiligen Verkehrsverbünde – Testfahrten machte die vom ADAC beauftragte Firma nicht.

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