Verdienste bis über 8.000 Euro
So groß ist der Social-Media-Stab von Julia Klöckner
13.08.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Stellenplan der Bundestagsverwaltung zeigt, wie viele Menschen im Umfeld der Bundestagspräsidentin für soziale Medien arbeiten. Die Kosten überraschen.
Täglich postet der Social-Media-Apparat im Verantwortungsbereich von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) Beiträge auf den Kanälen der Politikerin. Ein Stellenplan der Bundestagsverwaltung legt nun Zahlen offen: Laut dem Organigramm aus dem Referat Presse und Kommunikation im Präsidialbereich der Bundestagspräsidentin sind im Bereich „Soziale Medien“ insgesamt 15 Dienstposten vorgesehen. Die Unterlagen hat die Zeitung „Welt“ über das Informationsfreiheitsgesetz erhalten.
Im Einzelnen weist das Organigramm sechs Stellen für Redakteure „Soziale Medien“ aus. Hinzu kommen zwei Community-Manager, ein Kameramann, ein Film- und Videoeditor, eine Redaktionsassistenz sowie mehrere Stellen für Bildbearbeitung, Fotografie und Grafik beziehungsweise Motion Design.
- Beitrag zum Schulanfang: Klöckner reagiert auf Kritik und erntet noch mehr Kritik
Klöckner steht aktuell wegen eines künstlich erzeugten Schulstart-Grußes auf ihrem privaten Instagram-Account in der Kritik. Ethiker, Grafikdesigner und andere Kreative kritisierten den Einsatz von „KI-Müll“.
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Mitarbeiter-Bezüge bis über 8.000 Euro im Monat
Mehrere Stellen sind bis zur Besoldungsgruppe A15 beziehungsweise Entgeltgruppe E15 bewertet. In diesen Gruppen liegen die monatlichen Bruttobezüge je nach Erfahrungsstufe regelmäßig deutlich über 6.000 Euro und können zum Teil über 8.000 Euro liegen.
Bereits Anfang des Jahres hatte der „Spiegel“ über eine Stellenausschreibung für einen Social-Media-Referenten mit Schwerpunkt TikTok berichtet. Die Stelle war direkt im Präsidialbereich angesiedelt und sollte je nach Besoldungsstufe mit mehr als 8.000 Euro monatlich vergütet werden. Kritiker sahen darin den Versuch, die digitale Reichweite der Bundestagspräsidentin weiter auszubauen.
Die „Welt“-Recherchen zeigen, dass Social-Media-Mitarbeiter auch in den Bundesministerien teils ähnlich verdienen wie leitende Mediziner. Allein im Bundesfinanzministerium betreuen zwölf Beschäftigte acht verschiedene Social-Media-Konten. Insgesamt sind in den Ministerien rund 90 Mitarbeiter mit Social Media und Öffentlichkeitsarbeit befasst.
Verwaltung: Nicht alle arbeiten für Klöckners Profil
Die Bundestagsverwaltung betont laut „Welt“, dass nicht sämtliche dieser Beschäftigten ausschließlich für Klöckners Instagram-Auftritt arbeiten. Für den Amtskanal der Bundestagspräsidentin stehe eine Vollzeitstelle im höheren Dienst zur Verfügung, erklärte ein Sprecher. Unterstützt werde diese bei Bedarf durch Mitarbeiter aus den Bereichen Kamera und Schnitt, die grundsätzlich für sämtliche Social-Media-Kanäle des Bundestages tätig seien.
