30 Grad und mehr

Hitze in Köln: Kommt das Notfallversorgungszentrum zurück?


10.07.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Köln: Kräfte des Malteser-Hilfsdienstes bauen im Notfallversorgungszentrum der Feuerwehr Köln in einer gekühlten Messehalle Feldbetten auf. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

Köln steuert auf die nächste Hitzewelle zu. Ob die Stadt erneut ein Notfallversorgungszentrum einrichtet, hängt von mehr ab als nur der Temperatur.

In Köln wird es wieder heiß. Mehrere Wetterdienste gehen davon aus, dass die Temperaturen ab Samstag für knapp eine Woche tagsüber nicht unter die 30-Grad-Marke fallen werden. Dabei ist die letzte Hitzewelle noch nicht all zu lange her. Ende Juni stiegen die Temperaturen auf 40 Grad – und brachten die Kölner Rettungsdienste an ihre Grenzen.

Als Reaktion organisierte die Stadt Köln und die Feuerwehr ein Notfallversorgungszentrum (NVZ) in einer der Hallen der Koelnmesse, welches wenige Tage später, als es sich abkühlte, wieder heruntergefahren wurde. Doch wird es nun im Rahmen der nächsten Hitzewelle wieder hochgefahren?

Notfallversorgungszentrum: Temperaturen nicht ausschlaggebend

Wie eine Stadtsprecherin der Kölner Redaktion von t-online erklärt, lässt sich das nicht so pauschal sagen: „Die Inbetriebnahme eines Notfallversorgungszentrums ist nicht an einen festen Temperaturwert gekoppelt“. Stattdessen würde die Feuerwehr auf Grundlage aktueller Einsatzzahlen und unter Betrachtung des gesamten Stadtgebietes entscheiden, ob die Einrichtung eines NVZ notwendig ist.

Dazu werde die Einsatzlage fortlaufend und engmaschig ausgewertet. „Die Feuerwehr steht außerdem in engem Kontakt mit den Krankenhäusern in Köln und NRW, um sich ein genaues Bild von der Belastungssituation zu machen“, heißt es vonseiten der Stadt weiter. Erst auf Basis dieser Gesamteinschätzung – also der tatsächlichen Einsatz- und Versorgungslage und nicht allein anhand der Temperatur – werde entschieden, ob und wann ein NVZ in Betrieb genommen wird.

Eine kurzfristige Inbetriebnahme sei dabei jederzeit möglich, wie die Stadt betonte.

Extreme Hitze in Köln: Stadt und Feuerwehr haben Notfallkonzept

Um im Fall extremer Hitze das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten, greift ein gestuftes Notfallkonzept. Laut Stadt bestehe dies aus:

  • Aufstockung der Rettungsmittel: Die Feuerwehr Köln erhöht die Anzahl der regulären Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge im Stadtgebiet gemäß der Warnstufe des Deutschen Wetterdienstes.
  • Einbindung des Brandschutzes: Bei Auslastung des regulären Rettungsdienstes unterstützt die Feuerwehr mit Löschfahrzeugen die medizinische Erstversorgung. Da alle Kölner Feuerwehrleute mindestens die Qualifikation als Rettungssanitäter (oftmals Notfallsanitäter) besitzen, ist schnelle medizinische Hilfe gewährleistet.
  • Notfallversorgungszentrum (NVZ): Drohen die Kölner Krankenhäuser durch den enormen Patientenzustrom zu überlasten, richtet die Stadt Köln ein temporäres NVZ ein. Hier werden Patienten, die keine permanente ärztliche Intensivüberwachung benötigen, durch Rettungsdienstpersonal betreut, um die klinischen Notaufnahmen zu entlasten.

Kölner Hitzewelle: Arbeitsgruppe wertet Erfahrungen aus

Zudem bietet die Stadt Köln über ihr Hitzeportal und ihr Hitzetelefon ein Angebot, um Kölnern bei hohen Temperaturen frühzeitig zu helfen. Dazu gehören etwa eine interaktive Karte kühler Orte oder ein „Hitzeknigge“.

Aktuell werte man bei der Stadt die Erfahrungen der vergangenen Hitzewelle aus, um künftig noch besser vorbereitet zu sein. Eine Arbeitsgruppe arbeite dabei fortlaufend an der Entwicklung neuer Maßnahmen, um die Kölner Bevölkerung auch in Zukunft gesund und sicher durch länger andauernde Hitzeperioden zu bringen.

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