„Lindenstraße“-Star wird geehrt

Lymphdrüsenkrebs und HIV: So geht es Georg Uecker heute

Aktualisiert am 02.06.2026 – 15:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Georg Uecker: Er erhält eine Auszeichnung. (Quelle: Florian Wiegand/Getty Images)

Georg Uecker wird für seinen Einsatz in der queeren Community geehrt. Gleichzeitig spricht er über seine Gesundheit.

Seit 1993 lebt Schauspieler Georg Uecker mit HIV, zudem erkrankte er an Morbus Hodgkin, einem bösartigen Tumor im Lymphsystem. Dem „Stern“ hatte er 2019 erzählt, wie er die Zeit erlebt hatte: „Ich lag im Krankenhaus mit der Diagnose: Lymphdrüsenkrebs und HIV. Alles auf einmal. Ich bin durch die Hölle gegangen.“ Fünf Jahre nach der Diagnose hatte er den Krebs besiegt. Auf die Frage, wie es ihm heute gehe, antwortete er gegenüber „Bild“: „Sehr gut.“ Und lachte: „Ich bin ein zähes Luder!“

Das Ende der „Lindenstraße“ im Jahr 2020, in der er mehr als drei Jahrzehnte die Rolle des Dr. Carsten Flöter gespielt hatte, habe ihn nicht aus der Bahn geworfen, sagte er. „Nach der ‚Lindenstraße‘ gab’s eine kleine Pause. Die Theater- und Lesetour, die auf meiner Autobiografie ‚Ich mach dann mal weiter‘ basiert, ging aber weiter.“ Zuletzt war Uecker im Urlaub in Mexiko.

Kussszene sorgte für Morddrohungen

Am 2. Juni wird Georg Uecker einen öffentlichen Termin wahrnehmen: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zeichnet den 63-Jährigen mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen aus. Geehrt wird damit nicht nur sein Engagement für die queere Community, sondern auch für seine berühmte Kussszene 1990 in der „Lindenstraße“ mit Martin Armknecht. Es war der erste Kuss zwischen zwei Männern in einer deutschen TV-Serie.

Die Reaktionen darauf waren heftig: Beide Schauspieler erhielten Morddrohungen, Georg Uecker war zeitweise nur mit Personenschutz unterwegs. Martin Armknecht schilderte später dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, was ihm auf der Straße entgegengeschlagen war: „Du schwule Sau, ab ins KZ.“ Georg Uecker selbst sagt heute über den Moment: „Wir haben gar nicht gewusst, was wir da lostreten. Wir wollten einfach allen zeigen, wie normal die Liebe zwischen zwei Männern ist. Ich glaube, das haben wir geschafft.“

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version