Ebola-Patient in Berlin

Charité informiert über Zustand des infizierten Mannes


Aktualisiert am 22.05.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Charité in Berlin (Archivbild): Ein US-Arzt, der sich im Kongo mit dem Ebolavirus angesteckt hatte, wurde zur Behandlung nach Berlin ausgeflogen. (Quelle: Schoening, via www.imago-images.de)

Seit Kurzem ist ein mit dem Ebolavirus infizierter US-Amerikaner in der Berliner Charité in Behandlung. Nun hat die Klinik über seinen Zustand informiert.

Der Ebola-Patient in der Berliner Charité, ein US-amerikanischer Arzt, hatte sich im Kongo mit dem Ebolavirus angesteckt. Nach Angaben des Universitätsklinikums ist der Mann zwar sehr geschwächt, aber aktuell in keinem kritischen Zustand.

„Bei dem Patienten wurde das Bundibugyovirus, eine Art des Ebolavirus, mit einem PCR-Test eindeutig nachgewiesen“, teilte die Charité mit. Der Mann zeige deutliche Krankheitssymptome, benötige jedoch derzeit keine intensivmedizinischen Maßnahmen oder Organersatzverfahren. „Da sich der Verlauf der Erkrankung aber ändern kann, wird er weiterhin engmaschig überwacht und behandelt.“

Was ist Ebola?

Ebola ist eine hochansteckende und oft tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die von Tieren auf Menschen übertragbar ist. Sie beginnt meist mit grippeähnlichen Symptomen; später kommt es häufig zu Blutungen (Hämorrhagien), etwa im Darm und in der Lunge.

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Ehefrau und Kinder zeigen keine Symptome

Die Ehefrau und die vier Kinder des Patienten, die als Hochrisikokontakte eingestuft werden, sind den Angaben nach aktuell symptomfrei und befinden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne. „In einem ersten PCR-Test konnte keine Ebolavirus-Infektion nachgewiesen werden“, so die Charité.

Kinder wollten sofort ihren Vater sehen

Der US-Amerikaner war in der Nacht zu Mittwoch in der Berliner Charité aufgenommen, seine Ehefrau und seine Kinder trafen eine Nacht später dort ein. Hintergrund war ein entsprechendes Hilfeersuchen der US-Behörden.

Zwei Kinder des US-amerikanischen Ebola-Patienten schauen durch ein Fenster zu ihrem Vater in die Isolierstation der Berliner Charité. (Quelle: –/Universitätsmedizin Charité/dpa/dpa-bilder)

Ein Foto zeigt zwei Kinder, wie sie durch ein Fenster zu ihrem Vater blicken. Nach der Ankunft wollten zwei der Kinder unmittelbar ihren Vater sehen, erklärte die Charité. Um das möglich zu machen, hätten die Ärztinnen und Ärzte eine Bank vor das Isolationszimmer geschoben. Grundsätzlich laufe die Kommunikation miteinander aber innerhalb der Station über Sprechanlagen.

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