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Unterhaltung

SMS soll die Kanzler-Gerüchte entlarven

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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SMS soll die Kanzler-Gerüchte entlarven
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Merz, Döpfner und die „Brandmauer“

Kanzler-Gerücht: Private Nachricht deckt Ungereimtheit auf


Aktualisiert am 02.07.2026 – 20:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Friedrich Merz und Mathias Döpfner: Hier gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus am 28. Januar 2025 in Berlin zu sehen.Vergrößern des Bildes

Friedrich Merz (l.) und Mathias Döpfner: Hier gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus am 28. Januar 2025 in Berlin. (Quelle: IMAGO/Eventpress Kochan)

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Der Axel-Springer-Verlag ist bemüht, das Gerücht um die Einflussnahme des Springer-Chefs Mathias Döpfner auf Bundeskanzler Friedrich Merz einzufangen. Dafür veröffentlicht der Konzern jetzt private Nachrichten. Sie nähren die Zweifel an der Berichterstattung.

Seit dieser Woche kursiert eine Geschichte über Springer-Chef Mathias Döpfner, über die nach Informationen von t-online bereits im vergangenen Jahr in Medienkreisen spekuliert wurde. Hatte Döpfner bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz dafür geworben, die „Brandmauer“ einzureißen und von dem CDU-Politiker gefordert, mit der AfD zusammenzuarbeiten? Die Chronologie der Ereignisse sowie Äußerungen des Kanzlers nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg befeuerten das Gerücht – doch kein Journalist, der von den Erzählungen erfuhr, entschied sich für eine Veröffentlichung. Weil Belege fehlten.

Bis zum Dienstag. Da erzählten die Chefredakteurin des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND), Eva Quadbeck, und der Dokumentarfilmer Stephan Lamby in ihrem Podcast „Wenn Sie wüssten …“ die Geschichte von der versuchten Einflussnahme Döpfners auf Merz. Dabei beriefen sie sich auf „mehrere vertrauenswürdige, gut informierte Personen“ und auf „Indizien“. Nach der Version des RND soll das Gespräch Anfang des Jahres 2026 stattgefunden haben.

Dies war ein zentrales Detail des Berichts – das das Medium 48 Stunden später korrigieren musste. In einer „Klarstellung in eigener Sache“ schreibt Quadbeck an diesem Donnerstag: „Wir haben ein Gespräch zwischen Döpfner und Merz zeitlich falsch zugeordnet.“

Erhebliche Zweifel am Madsack-Medium RND

Der Springer-Konzern hatte den Zeitpunkt schon zuvor dementiert. Um die Ungereimtheiten der Darstellungen des zum Madsack-Verlag gehörenden RND aufzuzeigen, veröffentlichte Springer am Donnerstag eine SMS auf der Plattform X. Ein Journalist soll sie am 9. Dezember 2025 an Mathias Döpfner geschickt haben. Der veröffentlichte Screenshot der SMS soll belegen, dass das Gerücht bereits Monate vorher verbreitet worden war. Dies sei der Beweis, dass der RND einer Ente aufgesessen sei.

Am 9. Dezember 2025 sei der Springer-Chef per SMS vorgewarnt worden: „Also: Yucca-Palme, leider mit dir als Spinne.“ Die Metapher ist eine im Journalismus gängige Bezeichnung für Fake News oder ein Gerücht, das sich verselbstständigt und ungeprüft weitererzählt wird. Diese SMS soll bereits am 26. November 2025 verschickt worden sein. Dort nachzulesen ist auch der Verlauf des kolportierten Gesprächs zwischen Döpfner und Merz.

Ein Reporter des „Stern“ schrieb auf X, dass seinem Medium eine ähnliche SMS sogar schon aus dem Oktober 2025 vorgelegen habe. Das Team habe recherchiert und letztlich auf eine Berichterstattung verzichtet. Auch t-online hatte bereits Ende November 2025 vom Wortlaut des angeblichen Gesprächs erfahren.

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