Er spricht von einer „Invasion“

Sicherheit auf der Piste: Italienische Skilehrer schlagen Alarm


Aktualisiert am 29.10.2026 – 11:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Skifahrer auf der Piste (Symbolbild): Im Trentino schlagen lokale Skilehrer Alarm. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Hans-Werner Rodrian/imago)

In Trentino laufen die Vorbereitungen für die Skisaison auf Hochtouren. Doch einheimische Skilehrer schlagen nun Alarm. Sie sorgen sich um die Sicherheit auf den Pisten.

In der italienischen Urlaubsregion Trentino warnen lokale Skilehrer vor zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland, die unzureichend ausgebildet sei. Die Branchenverbände befürchten, dass dadurch die Qualität des Skiunterrichts und die Sicherheit auf den Pisten gefährdet werden könnte.

„Es gibt eine ausländische Invasion“, sagen die Vorsitzenden der lokalen Skilehrerverbände Cmst und Amst Mario Panizza und Andrea Sini der italienischen Lokalzeitung „Il Dolomiti“. „Die große Gefahr besteht darin, dass wir unseren Kunden nicht mehr jene Unterrichtsqualität garantieren können, die für unsere vor Ort ausgebildeten Fachkräfte bieten“, so die Vorsitzenden weiter.

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Nach Ansicht der Verbände verfügen im Ausland ausgebildeten Skilehrer nicht immer über die erforderlichen Qualifikationen. In manchen Nachbarländern seien die Prüfungen viel einfacher als im Trentino. Dort müssten Skilehrer neben ihrer Ausbildung auch regelmäßige Fortbildungen besuchen. Diese umfassten neben fachlicher Kompetenz etwa Fremdsprachenkenntnisse sowie den Umgang mit Kindern und Menschen mit Behinderung.

Trentino: Skilehrerverbände nehmen Politik in die Pflicht

Die Skilehrerverbände nehmen die Provinzregierung in die Pflicht. „Seit Jahren fordern wir die Politik im Trentino auf, in dieser Angelegenheit tätig zu werden, bisher jedoch ohne Erfolg“, so die Verbandsvertreter. Sie fordern, dass ein Urteil des obersten Verwaltungsgerichtes von 2025 umgesetzt wird.

Das Gericht entschied, dass im Ausland ausgebildete Skilehrer bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen, um in Italien tätig werden zu dürfen. Im benachbarten Südtirol sei der Beschluss zur Zufriedenheit aller Beteiligten bereits umgesetzt, betonen die Verbandsvertreter.

Derzeit dürfen Skilehrer ohne italienische Ausbildung entweder an einer anerkannten Schule oder freiberuflich arbeiten. In beiden Fällen ist eine vorherige Genehmigung der Provinz erforderlich.

Insgesamt sind im Trentino rund 3.000 Skilehrer tätig. Neben der Konkurrenz durch ausländisch ausgebildete Kollegen kämpft die Branche zudem mit Nachwuchsmangel und dem Wettbewerb mit Wintersportregionen in Frankreich und der Schweiz.

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