„Alles ist noch in Arbeit“
Anlage nicht fertig: Ski-Weltcuprennen abgesagt
19.10.2026 – 19:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Narvik streicht die geplanten Weltcuprennen der Frauen aus dem Kalender. Was das für die Ski-WM 2029 bedeutet, bleibt eine offene Frage.
Narvik hat die für März 2027 geplanten Ski-Weltcuprennen der Frauen abgesagt. Die Anlage des norwegischen WM-Ortes von 2029 ist noch nicht fertig – und das Risiko, sie rechtzeitig fertigzustellen, war dem Organisationskomitee zu groß.
Vorgesehen waren eine Abfahrt und ein Super-G am 12. und 13. März. Bei einer Inspektion Anfang Oktober hatte Fis-Renndirektor Peter Gerdol ein ernüchterndes Bild vorgefunden. Im Gespräch mit NRK sagte er: „Sie müssen sich um alles kümmern: Pisten, Schneebereitstellung, Lifte, Sicherheitsanlagen – also einfach alles. Nichts ist fertig, und alles ist noch in Arbeit.“
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Technisch wäre eine Fertigstellung noch möglich gewesen – aber nur unter erheblichem Risiko. Das Organisationskomitee zog die Konsequenzen. Gerdol erklärte: „Wir sind uns alle einig, dass Narvik seine Anstrengungen besser auf die Errichtung einer hochmodernen Anlage für die alpinen Skiweltmeisterschaften 2029 konzentrieren sollte.“
Der Eintrag im Weltcup-Kalender war ohnehin nur provisorisch geführt. Erstmals seit den 1990er-Jahren hätten in Narvik wieder Weltcuprennen stattfinden sollen. Wo die abgesagten Rennen stattdessen ausgetragen werden, ist noch offen. Die Fis sucht nach einem Ersatzort.
Auf die Pläne für die Ski-WM 2029 soll die Absage keinen Einfluss haben. Auch der Weltcupfinal 2028 ist weiterhin in Narvik geplant. Gerdol betonte: „Wir haben großes Vertrauen in das Projekt, den Austragungsort und Narvik als zukünftigen Gastgeber der Weltmeisterschaften.“