„Ich sehe da schwarz“
Ex-Ski-Ass befürchtet Aus für seine Sportart
09.10.2026 – 14:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Nordische Kombination ist nicht mehr Teil der Olympischen Winterspiele. Welche Folgen hat das für die Sportart?
Eric Frenzel macht sich große Sorgen um die Nordische Kombination. Der langjährige Athlet und heutige Bundestrainer befürchtet ein zeitnahes Aus für seine Sportart. „Ich sehe da schwarz. Die ersten Gespräche mit Förderern waren negativ“, sagte Frenzel im Interview mit der „Zeit“. „Denn meiner Meinung nach kann diese Sportart nach dem Olympia-Aus ein Jahr überleben, maximal vielleicht zwei Jahre. Danach ist komplett Schicht im Schacht.“
Hintergrund ist, dass die Nordische Kombination 2030 bei den Olympischen Winterspielen in den Französischen Alpen nicht vertreten sein wird.
„Wir müssen jetzt schauen, welche Möglichkeiten uns bleiben, 2034 wieder ins olympische Programm aufgenommen zu werden“, so Frenzel. Doch die Aussicht darauf ist nicht sonderlich gut. Am 01. Januar 2027 stellt die Forschungsstelle für Entwicklung von Sportgeräten (FES) die Arbeit für die Nordische Kombination ein.
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Frenzel befürchtet drastische Folgen für die Sportart, in der er jahrelang Deutschlands Nummer eins war. „Jedes Kind wird sich nun überlegen, ob es überhaupt noch Kombinierer werden möchte.“ Generell hat den 37-Jährigen das Olympia-Aus hart getroffen: „Das hat mir einen Schlag versetzt. Das war eine riesengroße Enttäuschung, ich verlor zunächst den Boden unter den Füßen, meine Stimmung war düster.“
Sein langjähriger Kollege Vinzenz Geiger betonte im Doppelinterview: „Bei uns Athleten herrscht eine negative Stimmung.“ Zudem herrsche ein „Gefühl der Hoffnungslosigkeit“. Ohne Olympia fehlen der Sportart wichtige Förderungsinstrumente, außerdem ist die Nordische Kombination so für den Nachwuchs nicht mehr attraktiv.