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Laut einer neuen Studie haben Wissenschaftler vorgeschlagen, extrem stabile Laser in den dunkelsten Kratern des Mondes zu bauen, um zukünftige Raumschiffe bei der Navigation und der genaueren Zeitmessung zu unterstützen.
Forscher des Jet Propulsion Laboratory der NASA und des National Institute of Standards and Technology in den Vereinigten Staaten schlugen in einer von Experten begutachteten Studie vor, ein kleines Siliziumgerät in einem der permanent beschatteten Krater des Mondes zu platzieren, um das Laserlicht zu stabilisieren.
Sobald der Laser stabilisiert ist, könnte er als Zeit- und Navigationssignal für zukünftige Mondmissionen verwendet werden.
Wissenschaftler sagen, es könnte Raumfahrzeugen helfen, sicher zu landen, ein GPS-ähnliches System auf dem Mond zu unterstützen und die Kommunikation zwischen Satelliten zu verbessern.
Warum die dunkelsten Krater des Mondes?
Dauerhaft beschattete Krater interessieren Wissenschaftler seit langem, da sie möglicherweise Wassereis und andere Ressourcen enthalten, die für zukünftige Mondmissionen benötigt werden.
Allerdings sind sie auch schwer zu untersuchen, da sie kaum oder gar kein Sonnenlicht erhalten, was die Landung, Bewegung und direkte Beobachtung erschwert.
Die Studie schlägt vor, ein kleines Siliziumgerät, einen sogenannten optischen Hohlraum, in einen dieser Krater abzusenken, um einen Laser zu stabilisieren, indem das durch ihn hindurchtretende Licht gesteuert wird.
Das Gerät reflektiert Licht zwischen zwei Spiegeln. Damit der Laserstrahl stabil bleibt, muss der Abstand zwischen diesen Spiegeln nahezu konstant bleiben.
Forscher sagen, dass die tiefe Kälte im Inneren der Krater dabei helfen würde.
Da sich das Silizium bei so niedrigen Temperaturen kaum ausdehnt oder schrumpft, könnte das Lasersignal weitaus stabiler bleiben als auf der Erde.
Forscher glauben außerdem, dass ein Netzwerk dieser Laser dazu beitragen könnte, winzige Abstandsänderungen zwischen Objekten auf dem Mond zu erkennen und möglicherweise neue Möglichkeiten zur Untersuchung von Schwerkraft und Raumzeit zu eröffnen.
Das Team sagt, dass die Technologie zunächst in einer erdnahen Umlaufbahn getestet werden könnte, bevor sie in den nächsten Jahren auf der Mondoberfläche eingesetzt wird.
