Kontaktabbruch am Krankenbett

Herzogin Meghan schrieb ihrem Vater einen Abschiedsbrief

Aktualisiert am 25.10.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Herzogin Meghan: Sie hat sich offenbar schon 2025 endgültig von ihrem Vater abgewandt. (Quelle: Arnold Jerocki/Getty Images)

Sie hatte schon lange ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater. Im vergangenen Jahr brach Herzogin Meghan den Kontakt zu ihm endgültig ab.

Herzogin Meghan hat endgültig mit ihrem Vater gebrochen und dabei Kindesmissbrauchsvorwürfe gegen den 82-Jährigen als Grund angegeben. Die 45-Jährige habe Thomas Markle Sr. im Jahr 2025 in einem Brief zudem zu verstehen gegeben, dass er seine beiden Enkelkinder, den sieben Jahre alten Archie und die fünfjährige Lilibet, niemals kennenlernen werde, berichteten die britische Boulevardzeitung „The Sun“ und der Sender BBC unter Berufung auf Personen aus Meghans Umfeld.

Der Brief soll Thomas Markle Sr. demnach im Krankenhaus auf den Philippinen erreicht haben, wo er sich wegen einer Beinamputation aufhielt. Meghan soll ihrem Vater darin auch mitgeteilt haben, dass die Behörden über die Missbrauchsvorwürfe unterrichtet seien. Weiter hieß es, dass Meghan veranlasst habe, dass der Brief ihrem Vater von der Krankenhausleitung übergeben werde, zudem musste Markle Sr. den Empfang, bei dem er gefilmt wurde, auf einem Formular unterzeichnen.

Die beiden haben seit Langem ein schwieriges Verhältnis, er war 2018 auch nicht bei der Hochzeit seiner Tochter mit Prinz Harry dabei gewesen. Als Markle Sr. aufgrund seiner Amputation im Krankenhaus lag, war Herzogin Meghan kritisiert worden, weil sie keinen Kontakt zu ihrem kranken Vater gesucht hatte. Nun dürften Kritiker anders auf die damalige Situation blicken.

Philippinische Justiz ermittelt

Der Vater der Herzogin soll in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge kinderpornografischen Materials zurückgelassen haben, wie die „Sun“ unter Berufung auf dessen Sohn Thomas Markle Jr. am Freitag berichtet hatte. Markle Sr., der inzwischen wieder in den USA lebt, bestreitet die Vorwürfe, bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung. Das philippinische Justizministerium bestätigte der dpa eine Anzeige gegen ihn. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet.

Thomas Markle bestreitet die Vorwürfe. (Archivbild) (Quelle: -/Alaska TV/Channel 5/dpa/dpa-bilder)

Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, man habe Kenntnis von den Vorwürfen und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen. Untersucht würden zudem alle damit zusammenhängenden Vorwürfe, die Verstöße gegen US-Bundesgesetze beträfen.

Hätte britische Polizei handeln müssen?

Meghan hatte sich in einer Stellungnahme am Freitag „zutiefst bestürzt“ von den Berichten gezeigt und selbst angegeben, bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über „verstörende Vorwürfe“ gegen ihren Vater informiert worden zu sein.

Die Metropolitan Police bestätigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Samstag, ein Schreiben mit „Vorwürfen wegen mutmaßlicher Straftaten außerhalb Großbritanniens“ gegen Thomas Markle Sr. an Herzogin Meghan und Prinz Harry weitergeleitet zu haben. Die Polizei habe das Schreiben 2019 erhalten, jedoch keine Details mit anderen Strafverfolgungsbehörden geteilt. Nun werde geprüft, ob die Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde gemeldet werden müsse.

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