Fifa-Boss ist angezählt
Fünf Funktionäre, die Infantino herausfordern könnten
02.08.2026 – 09:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Gianni Infantino steht nach dem Aus seiner Investorenpläne geschwächt da. An potentiellen Herausforderern mangelt es nicht.
Fifa-Boss Gianni Infantino ist mit seinen milliardenschweren Investorenplänen gescheitert und wird nun immer heftiger attackiert. Der Schweizer will sich eigentlich, wenn alles geordnet zugeht, beim 77. Fifa-Kongress im März nächsten Jahres in Rabat (Marokko) ein weiteres und letztes Mal für vier Jahre wählen lassen. Noch vor wenigen Wochen galt es als nahezu undenkbar, dass Infantino auf dem Weg zu einer neuen Amtszeit straucheln könnte. Das hat sich dramatisch geändert.
Bis zum 18. November können Kandidaten ihre Bewerbungen für die Wahl zum Fifa-Präsidenten einreichen. Wer könnten die Herausforderer sein? Eine Auswahl:
Aleksander Čeferin (58)
Mit dem Nahkampf kennt sich der UEFA-Präsident aus. Aleksander Čeferin war früher Karate-Kämpfer. Der Rechtsanwalt aus Slowenien gibt sich gerne als Gegenentwurf zu Gianni Infantino, hat beim Europäischen Fußball-Verband aber selbst die Vermarktung vehement vorangetrieben.
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Quasi zum Ende seiner Amtszeit als Uefa-Boss, da er 2027 nicht mehr kandidieren will, hat Čeferin den europäischen Protest gegen seinen Fifa-Widersacher organisiert. Nach einer gewissen Zeit brauche jede Organisation „frisches Blut“, sagte er Anfang 2024. Ob das auch für ihn und die Fifa gilt?
Nasser Al-Khelaifi (52)
Die 2021 von Gianni Infantino formulierte Idee einer WM im Zweijahres-Rhythmus schmetterte er nicht ab. Nasser Al-Khelaifi, Vorsitzender der mächtigen Clubvereinigung European Football Clubs (EFC/früher ECA), zeigte sich offen für eine Diskussion. Das wirkte höflich.

Al-Khelaifi, seit 2011 Präsident von Paris Saint-Germain sowie unter anderem Vorstand des Sport- und Unterhaltungsnetzwerks beIN, ließ bereits mitteilen, am Posten des Fifa-Chefs kein Interesse zu haben. So bleibt er vorerst Mitglied im Uefa-Exekutivkomitee und Vertrauter von Uefa-Präsident Aleksander Čeferin.
Mattias Grafström (45)
Der Sohn eines Schweden und einer Niederländerin war mal Schweizer Jugendmeister im Tischtennis. Karriere machte Mattias Grafström aber als Funktionär im Fußball. Der gebürtige Schweizer wurde nach einer Interimszeit 2024 als Nachfolger der Senegalesin Fatma Samoura offiziell Fifa-Generalsekretär. Grafström ist eigentlich ein enger Vertrauter von Gianni Infantino. Medienberichten zufolge soll der Mann mit der Glatze aber angeblich die Chance auf den höchsten Posten im Weltfußball sehen.
