Gnabry wirkt laut Kimmich „sehr, sehr frei“. Die Leistungen auf dem Platz spiegeln das wider. Das war in der ersten Jahreshälfte kaum der Fall. In der entscheidenden Saisonphase und speziell in den wichtigen Spielen in der Champions League spielte er im Frühjahr nur eine Nebenrolle.
Die zweite Jahreshälfte läuft dafür umso besser. Gnabry sei aufgrund der Arbeit Kompanys wie ein Neuzugang, meint Max Eberl. Mittlerweile ist der kreative Offensivspieler auch in die deutsche Nationalmannschaft zurückgekehrt.
„Er ist ein sehr unterschätzter Spieler. Er hat nicht viele Schwächen und war auch immer wichtig, auch in großen Spielen für den FC Bayern“, schwärmte Trainer Kompany nach dem Bundesliga-Auftaktsieg gegen RB Leipzig. Eine Frage aber bleibt: Wie entwickelt sich Gnabrys Situation, wenn Jamal Musiala zurückkehrt? In dieser Form dürfte der Durchstarter dann aber auch auf dem Flügel eine wichtige Alternative sein.
Die Motivation, sich weiter zu beweisen, ist zweifellos groß. Da sein Vertrag am Saisonende ausläuft, spielt er schließlich um nichts weniger als seine Zukunft beim FC Bayern. Wie er zu einer möglichen Vertragsverlängerung und Gehaltseinbußen steht, die er dafür wohl in Kauf nehmen müsste? Darüber mache er sich „gerade überhaupt gar keinen Kopf. Ich bin sehr entspannt“, sagte Gnabry: „Ich freue mich gerade, dass es so gut läuft, dass wir so gut spielen. Und alles andere schauen wir mal, wenn es dann so weit ist.“
