Im Wert von 400.000 Euro

Seniorin hinterlässt Klinik ihr Haus im Testament

30.10.2026 – 11:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Stethoskop befidet sich in der Tasche eines Arztkittels (Symbolbild): In der Kreisklinik Ebersberg ist die Freude groß über einen unerwarteten Geldsegen. (Quelle: Marijan Murat/Archiv/dpa)

Eine 93-Jährige aus Baldham hat das Klinikum Ebersberg München Ost in ihrem Testament bedacht. Das Vermächtnis soll einem bestimmten Zweck zugeführt werden.

Eine Frau aus Baldham (Landkreis München) hat dem Klinikum Ebersberg München Ost in ihrem Testament eine Immobilie in Haar vermacht. Die 93-jährige Gisela Hammerschmidt starb nach Angaben des Krankenhauses am 16. November 2025. Den Wert des Objekts schätzt das Klinikum auf rund 400.000 Euro, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Hammerschmidt war den Angaben zufolge zu Lebzeiten mehrfach Patientin des Klinikums. Für die medizinische und pflegerische Versorgung sei sie sehr dankbar gewesen. Schon rund drei Jahre vor ihrem Tod habe sie den Wunsch geäußert, dem Haus etwas hinterlassen zu wollen.

Der Testamentsvollstrecker teilte Klinikum-Geschäftsführer Stefan Huber mit, dass Hammerschmidt es sich gewünscht habe, wenn ihre Entscheidung öffentlich werde. Huber zeigte sich bewegt von der Geste der ehemaligen Patientin: „Es freut mich sehr, dass Frau Hammerschmidt an das Klinikum gedacht hat.“

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Vermächtnis soll Mitarbeitern zugutekommen

Das Vermächtnis soll nicht in Technik oder medizinische Geräte fließen. „Wir werden das Vermächtnis zugunsten unserer Mitarbeiter verwenden“, sagte Huber. Das entspreche dem Willen der Verstorbenen. Ohne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter funktioniere eine Klinik nicht, auch nicht mit der besten Technik, so der Geschäftsführer. Was den Beschäftigten zugutekäme, komme letztlich auch den Patienten zugute.

Auch Robert Niedergesäß, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, äußerte sich: „Frau Hammerschmidt zeigt mit ihrem Vermächtnis, wie wichtig ihr die ausgezeichnete medizinische Versorgung nahe an ihrem Zuhause durch unser Klinikum war – nicht nur für sich, sondern für alle in der Region.“

Das Vermächtnis ist nicht das erste seiner Art: Bereits 2017 hatte die ebenfalls aus Baldham stammende Edeltraud Jakob dem Klinikum zehn Millionen Euro hinterlassen.

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