Doppelmord in Bremen
SEK spürt Tatverdächtigen auf – 22-Jähriger ist schwer verletzt
Aktualisiert am 29.06.2026 – 00:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Tod eines Ehepaars hatte die Polizei öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter gefahndet. Der Mann wurde nun in einem Maisfeld festgenommen. Er ist lebensgefährlich verletzt.
Nach der Tötung zweier Menschen in Bremen hat die Polizei am Sonntag einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 22-Jährige sei von Spezialeinsatzkräften in einem Maisfeld in Schwanewede in Niedersachen nordwestlich von Bremen mit gefunden worden, teilte die Polizei mit.
Hinweise aus der Bevölkerung sowie die enge Zusammenarbeit mit der Polizei in Niedersachsen hätten die Einsatzkräfte zum Aufenthaltsort des Mannes geführt. Der Tatverdächtige wurde demnach mit lebensgefährlichen Verletzungen aufgefunden, von den Beamten wiederbelebt und dann in ein Krankenhaus gebracht.
Toter Mann lag auf der Straße
Am Freitagmittag waren im Bremer Stadtteil Vegesack ein Mann und eine Frau tot im Bremer Stadtteil Vegesack entdeckt worden. Gegen 14 Uhr hatten Anwohner den Berichten zufolge die Polizei gerufen. Sie meldeten einen laut schreienden und verletzten Mann auf der Straße.
„Vor Ort fanden die Einsatzkräfte den Mann mit schweren Stich- und Schnittverletzungen auf der Straße“, hieß es in der Mitteilung der Beamten. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen sei für ihn jede Hilfe zu spät gekommen. Wenig später fanden die Ermittler ganz in der Nähe eine tote Frau im Keller eines Mehrparteienhauses.
Die Beamten gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass beide Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. „Der mutmaßliche Täter ist flüchtig“, hieß es. Die Polizei warnte vor dem 22-Jährigen und fahndete mit einem Foto nach ihm. Er sei polizeibekannt gewesen. Den Angaben nach war der Mann im April aufgefallen, als er mit einem Druckluftgewehr um sich schoss. Der Deutsche wurde damals nach kurzer Verfolgung durch Polizisten gefasst und in eine psychiatrische Klinik gebracht. Weil aber keine psychische Krankheit beziehungsweise keine Fremdgefährdung festgestellt wurde, musste er wieder freigelassen werden.
Die Hintergründe der Gewalttat in Bremen blieben zunächst unklar. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Bremer Staatsanwaltschaft dauerten an.
