Einsatz für Seenotretter
Segelboot kentert bei Unwetter: Ehepaar stürzt in die Ostsee
28.06.2026 – 12:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Notruf geht in Bremen ein: Eine Frau meldet ein Segelboot, das bei schwerem Unwetter scheinbar führungslos auf der Ostsee treibt. Doch es sind Menschen an Bord.
Am Samstag gegen 22.30 Uhr hat ein Notruf die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen erreicht: Eine Frau meldete, dass sie von Land aus beobachtet hatte, wie sich ein Segelboot vor Langholz (Gemeinde Waabs) losriss und scheinbar führungslos auf der Ostsee trieb.
Die DGzRS schickte ein Seenotrettungsboot zum Einsatz. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich doch Menschen an Bord des Segelbootes befanden. Ein Ehepaar hatte ihr Boot während eines schweren Gewitters an einer Tonne festgemacht und unter Deck Schutz gesucht. Die Verbindung hatte jedoch nicht gehalten. Wegen der gefährlichen Unwetterlage sollte das Boot mit den Seglern nach Eckernförde geschleppt werden.
Starkes Gewitter macht Rettungseinsatz beschwerlich
Jedoch zog erneut ein starkes Gewitter mit schweren Sturmböen auf. Eine Böe erfasste das Segelboot und ließ es kentern, das Ehepaar stürzte ins Meer. Die Seenotretter konnten die beiden aus dem Wasser ziehen, bevor sie in der Dunkelheit abtrieben.
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Das Ehepaar blieb unverletzt und wurde in den Hafen von Eckernförde gebracht. Auch das havarierte Segelboot konnte schließlich nach Eckernförde geschleppt werden. Gegen 3 Uhr war der Einsatz für die Seenotretter beendet.
Die Seenotretter sind jährlich rund 2.000 Mal auf Nord- und Ostsee im Einsatz. Koordiniert werden die Einsätze von der deutschen Rettungsleitstelle See in Bremen.
