Vorschlag für 16-Jährige
Schwesig legt bei Rente mit 63 nach
Aktualisiert am 06.08.2026 – 03:26 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Diskussion um die abschlagsfreie Rente mit 63 geht weiter: Manuela Schwesig sieht darin ein Modell für die Zukunft.
Die SPD-Politikerin und Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, fordert, auch Jugendlichen eine Rente mit 63 zu ermöglichen, ohne dass es Abschläge gibt.
„Was wollen Sie denn heute einem jungen Mann, einer jungen Frau sagen, die mit 16 von der Schule geht, sofort eine Ausbildung macht und anfängt zu arbeiten? Dass sie länger arbeiten und einzahlen muss als jemand, der erst mit 26 anfängt?“, sagte Schwesig dem Sender Welt TV am Mittwoch.
Sie wolle sicherstellen, dass gerade diejenigen, die früh eine Ausbildung beginnen und früh anfangen zu arbeiten, am Ende nicht am längsten arbeiten müssten. Das betreffe etwa das Handwerk. Schwesig wehrte sich gegen Vorwürfe, ältere Wähler im Blick zu haben. Die Rente mit 63 gebe es bereits für die ältere Generation. „Es geht ja gerade um die zukünftigen Biografien, auch um junge Menschen, die jetzt früh anfangen zu arbeiten.“
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Schwesig verweist auf Bundesrat
Die Kritik, dass sie das Reformvorhaben der Bundesregierung gefährde, wies Schwesig zurück. Es müsse möglich sein, dass man auch über einzelne Positionen und ihre Wirkung sprechen kann. „Eine Basta-Politik funktioniert nicht“, so die Ministerpräsidentin. Die Entscheidung liege beim Bundestag und beim Bundesrat.

Schwesig gehört dem Ländergremium an, wie auch andere Ministerpräsidenten aus dem Osten, die sich gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente mit 63 einsetzen. Zu ihnen gehören die CDU-Politiker Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) sowie der Sozialdemokrat Dietmar Woidke aus Brandenburg.
Sie vertrete vor allem die Menschen in ihrem Bundesland, sagte die 52-jährige SPD-Politikerin. Gerade in Ostdeutschland hätten viele früh angefangen, eine Ausbildung zu machen. Sie vertrete ihre Position schon seit Langem und habe sie auch vor der öffentlichen Debatte innerhalb der Partei deutlich gemacht. „Und es gibt ja überhaupt gar keinen Grund, dass ich diese Position einfach über Nacht ändere. Das wäre ja unglaubwürdig gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern“, sagte sie.
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