„Darf nicht dazu kommen, dass Staaten eingreifen“

Schweinsteiger wird im Fall Balogun deutlich

07.07.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Bastian Schweinsteiger: Er ist als Experte bei der WM dabei. (Quelle: IMAGO/Markus Ulmer/imago)

Der Wirbel um Folarin Balogun ist großes Thema beim Spiel zwischen den USA und Belgien. Bastian Schweinsteiger und Ex-Referee Lutz Wagner äußern sich kritisch.

Der frühere Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hat die Fifa für ihr Verhalten in der Causa Folarin Balogun kritisiert. „Es darf nicht dazu kommen, dass Staaten eingreifen“, sagte der 41-Jährige in seiner Rolle als TV-Experte der ARD bei der Weltmeisterschaft. „Das geht nicht.“ Der ganze Vorgang werfe kein gutes Licht auf den Fußball-Weltverband. Er könne die Entscheidung „nicht nachvollziehen“.

Balogun hatte beim 2:0 der USA im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen. Die Fifa setzte die Sperre anschließend zur Bewährung aus. So konnte US-Trainer Mauricio Pochettino den 25-Jährigen im Achtelfinale gegen Belgien einsetzen – die USA verloren das Spiel trotzdem mit 1:4.

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Quelle: MagentaTV

Der ganze Vorgang hatte reichlich Wirbel ausgelöst. Harsche Kritik erregte insbesondere ein zuvor stattgefundenes Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino.

„Schadet der Glaubwürdigkeit des Sports“

Auch Lutz Wagner, der die Partie in Seattle von Köln aus als ARD-Schiedsrichter-Experte verfolgte, zeigte sich „geschockt“ über die Verfahrensweise. Durch den Eingriff sei ein „Präzedenzfall“ geschaffen worden, „und der schadet der Glaubwürdigkeit des Sports generell“. Wagner betonte, es gebe „die Möglichkeit, eine Entscheidung zu kippen oder zu widerrufen – wenn es ein offensichtlicher Irrtum ist oder ein ganz klarer offensichtlicher Fehler vorliegt“. Das sei hier aber nicht der Fall gewesen.

Die Rote Karte gegen Balogun sei berechtigt gewesen. Für die Schiedsrichter werde es im weiteren Turnierverlauf durch diesen Fall nicht einfacher, meinte der 63-Jährige vor dem Spiel.

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