Skandal an Schule

US-Kleinstadt in Aufruhr wegen Hitler-Bild


Aktualisiert am 01.07.2026 – 16:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Babyaufnahme von Adolf Hitler: Das Bild wurde in dem Jahrbuch einer US-Schule abgedruckt. (Quelle: IMAGO/140_1680704/imago)

Eigentlich soll ein Jahrbuch später einmal als schöne Erinnerung an die eigene Jugend dienen. An einer Middle School in den USA haben Unbekannte diesen Plan nun hintertrieben. Auch die Polizei schaltet sich ein.

Eine Middle School im US-Bundesstaat New Jersey zieht alle bereits in diesem Jahr ausgegebenen Jahrbücher zurück. Der Grund: In ihnen finden sich nicht nur Bilder der Schüler, sondern auch ein Babyfoto von Adolf Hitler.

Der Vorfall ereignete sich in der vergangenen Woche. Wie lokale Medien berichten, ist das Hitler-Bild in dem Teil des Jahrbuchs abgedruckt, der eigentlich für Kinderaufnahmen von Absolventen der East Brook Middle School vorbehalten ist.

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Das Nachrichtenportal „North Jersey“ zitiert aus einem Brief, den der Schulleiter am vergangenen Donnerstag an die Familien der Schüler geschickt hat. Er drückt sein Bedauern aus und erklärt: „Heute Vormittag, nachdem die Schüler ihre Jahrbücher bereits erhalten hatten, haben wir erfahren, dass der Abschnitt mit den Babyfotos im Jahrbuch ein Bild enthält, das inzwischen als Babyfoto von Adolf Hitler identifiziert wurde.“

Die Lehrkräfte hätten das Jahrbuch umgehend eingesammelt, um die Verbreitung des Bildes zu unterbinden. Er machte keine Angaben dazu, auf welchem Weg das Foto in dem Jahrbuch gelandet ist – und ob es etwa von einem der Schüler eingereicht worden war.

Nach Foto-Vorfall: Schulleiter beteuert Weltoffenheit

Der Schulleiter betont zudem: „Adolf Hitler steht für Hass, Antisemitismus und die Schrecken des Holocaust, einschließlich der Ermordung von sechs Millionen Juden. Sein Bild hat in einem für unsere Schüler erstellten Jahrbuch nichts zu suchen. Es spiegelt weder wider, wer wir sind, noch wofür East Brook steht – wir verurteilen das vorbehaltlos.“

Auch der Bürgermeister des Ortes, Chris DiPiazza, hat sich auf Facebook zu dem Vorfall geäußert. Er schrieb am vergangenen Freitag: „Die Stärke unseres Stadtbezirks lag schon immer darin, alle Glaubensrichtungen willkommen zu heißen.“ Er befinde sich sowohl mit der Schule als auch der Polizei im Austausch.

Die East Brook Middle School liegt in Paramus. Die Stadt hatte bei einer Volkszählung im Jahr 2020 rund 26.000 Einwohner.

Eine Middle School umfasst in den USA meist die Klassen sechs bis acht. Die Kinder sind also in der Regel zwischen 11 und 14 Jahren alt.

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