In Wohngebiet
Schüsse in Köln gemeldet – Polizei rückt zu Einsatz aus
Aktualisiert am 18.09.2026 – 09:05 UhrLesedauer: 2 Min.
In Köln-Mülheim sind am Freitagmorgen Schüsse auf ein Reihenhaus gefallen. Die Hintergründe sind noch unklar. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.
Mehrere Schüsse haben Anwohner am Freitagmorgen in Köln-Mülheim aufgeschreckt. Gegen kurz nach 6.30 Uhr meldeten Zeugen der Polizei Schüsse auf ein Wohnhaus im Bereich der Kreuzung zwischen Windmühlenstraße und Schleiermacherstraße. Ein noch unbekannter Täter soll mehrfach auf das Gebäude geschossen und dann geflüchtet sein. Die Kölner Polizei rückte unmittelbar zum Tatort aus.
Die Ermittler entdeckten vor Ort mehrere Einschusslöcher, unter anderem im Erdgeschoss liegenden Geschäft und der darüberliegenden Wohnung. Verletzt wurde nach Angaben eines Polizeisprechers niemand. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen vor Ort übernommen. Eine genaue Täterbeschreibung gibt es derzeit noch nicht. Der Tatort in der Nähe des Rheinufers ist großräumig abgesperrt.
Schüsse in Köln-Mülheim: Polizei im Großeinsatz
Es ist bereits das fünfte Mal in den vergangenen Wochen, dass in Köln und der Region Schüsse auf Hausfassaden oder Geschäfte abgegeben wurden. Erst Ende August hatte ein unbekannter Täter auf ein Café in der Kölner Südstadt geschossen, kurz zuvor hatte es Schüsse in Vingst und Erftstadt gegeben. Bereits am 21. August hatten Unbekannte auf ein Juweliergeschäft in der Keupstraße unweit des Tatorts vom Freitag geschossen.
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Ob die Taten miteinander in Zusammenhang stehen, ist unklar. Anfang September hatte die Kölner Staatsanwaltschaft auf Anfrage von t-online erklärt, dass Zusammenhänge gesucht würden. Bislang seien diese allerdings nicht so erkennen. Die Ermittlungen über mögliche Zusammenhänge dauern an.
Kölner Drogenkrieg: Explosionen erschüttern das Rheinland
Bei einigen Beobachtern waren Erinnerungen an den sogenannten Kölner Drogenkrieg wach geworden, der im Sommer 2024 in Köln und der Region tobte. Dabei kam es ebenfalls zu Schüssen auf Wohnhäuser, zudem explodierten Sprengsätze vor Gebäuden.
Die mutmaßlichen Täter müssen sich seit Monaten vor dem Kölner Landgericht für ihre Taten verantworten. Ein Urteil gegen den mutmaßlichen Bandenchef Sermet A. wird in den kommenden Monaten erwartet.