Panettiere hatte mit sich selbst zu kämpfen. 2018 entschieden sie und Klitschko, dass die gemeinsame Tochter zu ihm in die Ukraine ziehen solle, von ihm war Panettiere inzwischen getrennt. „Das war das Schwerste, was ich je tun musste“, sagte sie und betonte: „Aber ich wollte ihr eine gute Mutter sein – und manchmal bedeutet das, sie loszulassen.“

„Ich habe am Boden einer Flasche nach Linderung gesucht“

Die Einblicke, die Panettiere in dem Podcast von Jay Shetty gab, zeigen, dass sie in ihrem Leben offenbar wiederholt mit Situationen konfrontiert wurde, die sie zum Alkohol oder zu Drogen greifen ließen. Auch die Dreharbeiten zu „Nashville“ trugen dazu bei. Panettieres Figur Juliette, ein sehr emotionaler Charakter, machte nach der Geburt ihres Kindes fast dasselbe durch wie ihre Darstellerin im echten Leben. „Ich war verzweifelt, und deshalb habe ich zu Drogen gegriffen – wegen der Angstzustände, die ich bekam, und der Panikattacken, die ich hatte.“

Auch hier berichtete sie von „Angstzuständen, die mich unfähig machten, richtig zu funktionieren oder klar zu denken, und die mich körperlich zittern ließen“. Sie stellte klar: „Also habe ich mich selbst medikamentiert und am Boden einer Flasche nach Linderung gesucht, und das war das Einzige, was half. Ich musste mich betäuben. Ich musste mich selbst betäuben. Mein Gehirn musste auf eine Reise gehen und Urlaub machen. Es musste einfach für eine kleine Weile nicht an all diese schrecklichen Dinge denken. Und ohne die Hilfe eines Drinks war ich dazu nicht in der Lage.“

Mugshot von Brian Hickerson: Er geriet mehrfach wegen häuslicher Gewalt in den Fokus der Polizei. (Quelle: Teton County Sheriff’s)

„Ich hatte mehr Angst, allein zu sein, als misshandelt zu werden“

Nach ihrer Trennung von Wladimir Klitschko, in einer besonders drogen- und alkohollastigen Phase ihres Lebens, begann Panettiere, Brian Hickerson zu daten. Er war ihr gegenüber mehrfach gewalttätig, doch die beiden führten offenbar bis zu Panettieres Tod eine On-off-Beziehung. Im Podcast mit Jay Shetty schilderte sie, wie sehr die Beziehung ihren übermäßigen Konsum befeuert habe. Panettiere sagte: „Mir wurde klar, dass ich mehr Angst davor hatte, allein zu sein, als davor, misshandelt zu werden. Und um mit solch einem Verhalten leben zu können, musste ich meine Sinne abstumpfen und mich mit Substanzen betäuben, um diese rationale Stimme in meinem Kopf zum Schweigen zu bringen, die mir genau sagte, was vor sich ging, und mir die vielen Gründe nannte, warum ich mich aus dieser toxischen Beziehung befreien und so weit wie möglich von dieser Person entfernen musste.“

In dem Interview mit „People“ sagte Panettiere, dass sie sich 2021 in stationäre Behandlung begeben und eine Traumatherapie gemacht habe. Es habe in dieser Zeit „viele Höhen und Tiefen“ gegeben, betonte sie. Doch sie zeigte sich damals optimistisch: „Ich fühle mich unglaublich erfüllt. Und ich habe das Gefühl, eine zweite Chance bekommen zu haben.“ Panettiere erklärte: „Ich bin einfach so dankbar, wieder Teil dieser Welt zu sein, und ich werde das nie wieder als selbstverständlich ansehen.“ Am 16. August 2026 starb Hayden Panettiere im Alter von nur 36 Jahren in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina.

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