Glättegefahr: Schneefront erreicht NRW
Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee – auch in Essen?
19.11.2025 – 08:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Kräftige Schneefälle und Glatteis erreichen in der Nacht zu Mittwoch Nordrhein-Westfalen. Es droht der erste Wintereinbruch. Auch in Essen?
Eine starke Schnee- und Eisfront zieht über das Land. Laut Prognose des Deutscher Wetterdienst (DWD) rücken ab den Abendstunden Schneefälle in NRW näher – teils auch in tieferen Lagen Regen oder Schneeregen, was mit Blick auf die Temperaturen eine erhöhte Glättegefahr bedeutet.
Für höher gelegene Gebiete werden bis Mittwochmorgen anhaltende Schneeschauer erwartet. Der DWD rechnet etwa oberhalb von 400 bis 500 Metern mit ein bis drei Zentimetern Neuschnee, in einzelnen Hochlagen bis zu sieben Zentimeter. In Essen selbst könnten die Schneemengen zwar geringer ausfallen – dennoch sind Regen-, Schneeregen- oder Schneeschauer möglich, bei Temperaturen bis gegen 0 °C drohen glatt werdende Straßen.
Zudem zeigen Wettermodelle teils deutlich größere Schneemengen: So rechnet das britische Modell UKMO für besondere Staulagen mit bis zu 28 Zentimetern Neuschnee. Für den Raum Essen ist ein solcher Extremfall weniger wahrscheinlich – dennoch gilt erhöhte Vorsicht.
Video | Wintereinbruch in Teilen Deutschlands
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Die Schneefälle sollen zunächst bis in die Mittagsstunden anhalten. Ab Mittwochnachmittag erreichen dann erneut Schneeschauer weite Teile von Nordrhein-Westfalen. Dabei sollen laut DWD ab einer Höhe von 300 Metern erneut ein bis zwei Zentimeter Neuschnee fallen, in Staulagen sogar weitere fünf Zentimeter. Die genauen Prognosen sind allerdings noch unsicher – und könnten noch mehr Schnee bringen.
So rechnet das Wettermodell ICON des DWD bis Donnerstagvormittag für die Eifel mit zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee. Das Wettermodell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) dagegen hält maximal zehn Zentimeter für wahrscheinlich.
Essen dürften die Schneeschauer dagegen nicht treffen. Dennoch kann es zu kräftigeren Regenschauern kommen, die angesichts der niedrigen Temperaturen stellenweise auch Glätte verursachen können.
Autofahrer und weitere Verkehrsteilnehmer sollten also vor allem in den frühen Morgenstunden mit äußerster Vorsicht unterwegs sein. Eine amtliche Warnung vor Frost und Glätte gilt in Essen derzeit nicht, kann vom DWD aber jederzeit ausgerufen werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte es erste Anzeichen dafür gegeben, dass Nordrhein-Westfalen der ersten Schnee des Herbstes bzw. Winters erreichen könnte.
Unterdessen beobachten Meteorologen am Nordpol eine ungewöhnliche Entwicklung. Der Polarwirbel, der normalerweise arktische Kaltluft in der Nähe des Pols hält, könnte durch Temperaturschwankungen gestört werden. Dann könnte weitere Kaltluft aus dem Norden Richtung NRW ziehen. Weitere starke Schneefälle, wie etwa im Januar 2025, sind dann nicht ausgeschlossen.
