Nachts endlich Ruhe finden
Schlechter Schlaf wegen Rheuma? Diese Tipps können helfen
23.09.2025 – 10:35 UhrLesedauer: 3 Min.
Viele Menschen mit Rheuma schlafen nicht gut. Lesen Sie, warum das ihre Beschwerden verschlimmern kann und welche Tipps die Nachtruhe fördern können.
Rheumatische Erkrankungen gehen oft mit Schlafstörungen einher: Etwa 70 von 100 Personen mit einer rheumatischen Erkrankung klagen über schlechten Schlaf. Sie erleben allzu viele und lange nächtliche Wachphasen, werden zu früh wach, werden vom Restless-Legs-Syndrom geplagt und/oder haben Schlafapnoe (nächtliche Atemaussetzer).
Auf Dauer hat das unter Umständen äußerst belastende Folgen. Zum einen fühlen sich Menschen mit Schlafmangel in der Regel ständig erschöpft, müde oder sogar niedergeschlagen. Zum anderen kann schlechter Schlaf Entzündungen und rheumatische Schmerzen verstärken – welche wiederum als Hauptgrund für die Schlafprobleme gelten.
Das heißt: Wer bei Rheuma unter Schlafstörungen leidet, gerät leicht in einen Teufelskreis. Um diesen zu durchbrechen, reicht die Therapie der Erkrankung meist nicht aus. Es gibt aber einige zusätzliche Maßnahmen, die hilfreich sein können.
Rheuma ist der Überbegriff für mehr als 100 Krankheitsbilder. Schlafstörungen treten bei vielen von ihnen auf – häufig betroffen sind unter anderem Patientinnen und Patienten mit Fibromyalgie, rheumatoider Arthritis, Arthrose, systemischem Lupus erythematodes oder Morbus Behçet.
Was ihnen am besten helfen könnte, hängt unter anderem von ihrer jeweiligen Erkrankung, der Art ihrer Schlafprobleme und ihrem sonstigen Gesundheitszustand ab. Somit sollten Menschen, die aufgrund ihrer rheumatischen Erkrankung schlecht schlafen, zunächst mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt darüber sprechen. Sie oder er kann sich ein genaues Bild von den Beschwerden machen und am besten einschätzen, welche Maßnahmen in ihrem Fall aussichtsreich sein könnten.
Eine erwiesenermaßen wirksame Behandlung von Schlafstörungen bei Rheuma gibt es bisher nicht. Untersuchungen legen aber nahe, dass zumindest einem Teil der Betroffenen folgende Maßnahmen zu einem besseren Schlaf verhelfen:
In der Verhaltenstherapie geht es in erster Linie darum, Denkmuster zu verändern, die einen vom Schlaf abhalten können. Hierzu gehören zum Beispiel unrealistische Vorstellungen von der zur Erholung notwendigen Schlafdauer und – ganz allgemein – Annahmen darüber, wie der Schlaf eigentlich sein sollte.
Zudem erlernen Betroffene möglicherweise Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung und erhalten Ratschläge für eine bessere Schlafhygiene. Unter Schlafhygiene verstehen Fachleute verschiedene dem Schlaf förderliche Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen.
Die Selbsthilfeorganisation Rheuma-Liga e. V. erachtet vor allem folgende Schlafhygiene-Tipps als sinnvoll:
Wenn all das nicht die erwünschte Besserung bringt, kann die Ärztin oder der Arzt eventuell schlaffördernde Mittel verordnen. Näheres zu den hierzulande gängigen Präparaten und ihren Vor- und Nachteilen können Sie hier nachlesen.
