„Nicht über eine Sendung definieren“

Maxi Arland über „Immer wieder sonntags“-Aus von Stefan Mross


17.10.2026 – 11:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Schlagerstar Maxi Arland: Er kennt Stefan Mross seit vielen Jahren. (Quelle: IMAGO/Gartner)

Über 20 Jahre lang war „Immer wieder sonntags“ Stefan Mross‘ TV-Zuhause. Nun meldet sich Schlagerkollege Maxi Arland zu Wort – und wird dabei auch persönlich.

Sieben Jahre lang moderierte Maxi Arland den „Musikantendampfer“ im Ersten, dann war die Sendung Geschichte. Was es bedeutet, ein TV-Format zu verlieren, das zur eigenen Karriere gehört, weiß der Schlagersänger also aus eigener Erfahrung. In der „Abendzeitung“ hat sich der 45-Jährige nun zu Stefan Mross geäußert, dessen Sendung „Immer wieder sonntags“ eingestellt wurde.

Arland zeigt Verständnis für die Situation seines Schlagerkollegen. Dem 50-Jährigen sei der Abschied von der ARD-Sendung sichtlich schwergefallen. „Wenn eine Sendung über so viele Jahre ein fester Bestandteil des eigenen Lebens und der eigenen Karriere war, dann ist ihr Ende natürlich erst einmal ein gewaltiger Einschnitt.“ Das betreffe nicht nur die Arbeitsseite, sondern auch die Identität, die man mit einem solchen Format verbinde, sagt Arland.

Stefan Mross: 21 Jahre war er der Gastgeber der Show „Immer wieder sonntags“. (Quelle: IMAGO/Ervin Monn)

Er betont jedoch, „dass gerade Moderatoren lernen müssen, sich nicht ausschließlich über eine Sendung zu definieren“. Die TV-Landschaft verändere sich ständig. „Und manchmal muss man nach einem Ende den Mut haben, sich neu zu erfinden“, so Arland.

Maxi Arland bedauert Wandel in der TV-Branche

Dass er selbst weiß, wie sich ein solcher Moment anfühlt, macht Arland in dem Interview deutlich: „Ich kenne dieses Gefühl.“ Den „Musikantendampfer“ moderierte er von 2004 bis 2011 im Ersten, dann wurde das Format eingestellt. „Manchmal entsteht aus einem vermeintlichen Rückschritt plötzlich die Chance, etwas ganz anderes zu machen“, sagt er rückblickend.

Das Ende von „Immer wieder sonntags“ im vergangenen September ordnet Arland in eine breitere Entwicklung ein: „Ich finde es grundsätzlich schade, wenn solche großen, verlässlichen Bühnen für Schlager verschwinden.“ Das Fernsehen habe immer weniger feste Orte, an denen diese Musik und ihre Künstler wirklich stattfinden können.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version