Führerhaus zerstört
Schiff rammt Brücke – Kapitän verletzt
30.09.2025 – 10:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Binnenschiff hat offenbar zu wenig geladen und liegt zu hoch im Wasser. Die Folge: Es knallt gegen eine wichtige Brücke – das Führerhaus wird vollständig zerstört.
In Osnabrück hat ein Schiff eine Brücke gerammt. Die Brücke über den Osnabrücker Stichkanal musste vorsorglich gesperrt werden, der Kapitän erlitt leichte Verletzungen. Das Unglück ereignete sich am Dienstagmorgen gegen 6.45 Uhr. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge wies das Schiff wahrscheinlich eine zu geringe Ladung auf und hatte dadurch nicht genügend Tiefgang.
Es stieß mit dem Führerhaus gegen eine Brücke. Das Führerhaus wurde laut Polizei vollständig zerstört. Das Schiff habe eine eingedellte Front, sei aber vermutlich noch fahrbereit, sagte ein Polizeisprecher. Alkohol sei bei dem Unfall nicht im Spiel gewesen.
Eine unter der Brücke verlaufende Wasserleitung wurde beschädigt. Die Statik der Brücke, unter der auch eine Gasleitung verläuft, muss überprüft werden. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt die Brücke vorsorglich voll gesperrt.
Das hat Folgen für den Verkehr in Osnabrück. Weil viele Autos im Frühverkehr die Verbindung nutzen, kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich des Hafens.
Der Stichkanal Osnabrück ist eine etwa 15 Kilometer lange, künstlich angelegte Wasserstraße, die den Mittellandkanal mit dem Osnabrücker Hafen verbindet. Der Hafen Osnabrück ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region und zählt zu den wichtigsten Logistikstandorten in Niedersachsen. Jährlich werden hier rund 1,2 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Durch die Anbindung an den Mittellandkanal erreicht der Hafen über Wasserwege alle wichtigen Handelszentren Deutschlands sowie bedeutende Seehäfen wie Hamburg und Rotterdam.
