Und auch in dieser Saison erwies er sich als Mann für die wichtigen Momente. So besorgte er im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse bei seinem Ex-Klub Leverkusen das späte 1:1, wieder vom Elfmeterpunkt. Im Viertelfinale bei Sporting Lissabon traf er in der Nachspielzeit erneut als Joker zum 1:0-Sieg. Da das Rückspiel torlos blieb, war sein Treffer der entscheidende für Arsenals Halbfinaleinzug. In der Liga köpfte er vor wenigen Tagen gegen Burnley den 1:0-Siegtreffer, der schließlich für Arsenal den ersten Meistertitel seit 22 Jahren bedeutete, weil Konkurrent Manchester City tags darauf patzte.

Kurzum: Immer wieder war Havertz zur Stelle, wenn es wichtig wurde. Und das, obwohl er den Großteil der aktuellen Spielzeit verletzungsbedingt verpasste. „Wenn er mal einen Rhythmus hat und richtig fit ist, dann ist er ein super Spieler und sehr wichtig“, lobte Ex-Arsenal-Torwart Jens Lehmann ihn im Gespräch mit dem Münchner Merkur/tz.

Havertz: „Gab Tage, da ist man an dunklen Orten“

Jener Rhythmus ist der Knackpunkt bei Havertz, der in den jüngsten knapp eineinhalb Jahren eine wahre Verletzungsodyssee durchlebte. Im Februar 2025 beendete eine hartnäckige Oberschenkelblessur seine Saison vorzeitig. Nach dem ersten Ligaspiel der aktuellen Spielzeit, in dem Havertz sein Comeback feierte, begann die Leidenszeit von vorn. Knieverletzung, OP, Zwangspause bis zum Jahresende.

Im Interview mit dem „Focus“ gab er kürzlich zu: „Es gibt schon Tage, da ist man an dunklen Orten – da kann und will ich nicht lügen. Bei mir war das Problem, dass ich erst eine schwere Verletzung hatte (die oben erwähnte Oberschenkelverletzung, Anm. d. Red.) und dann vier, fünf Monate alles versucht habe, um schnellstmöglich auf den Platz zurückzukehren. Das habe ich letztlich geschafft und mich topfit gefühlt.“ Und dann kam besagter Saisonauftakt bei Manchester United.

Erst im Januar kehrte Havertz auf den Rasen zurück. Nur zwölfmal konnte er in der Liga in dieser Saison auflaufen. Bei seinen fünf Champions-League-Einsätzen stand er nie länger als 45 Minuten auf dem Platz. Und doch war er so wichtig auf dem Weg ins Endspiel.

Die gute Nachricht für Arsenal: Jetzt ist Havertz vollständig fit – und bereit für den nächsten großen Moment. Er sagt: „Als ich verletzt war, ging es mir wirklich schlecht. Aber alle haben mir seit Januar gesagt, dass noch so viel zu spielen ist. Ich bin einfach froh, dass ich jetzt wieder hier bin.“ Froh sind sicher auch alle „Gunners“-Fans. Inklusive Thierry Henry.

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