Wegen „Zensur“

Bericht: Schausteller-Verband boykottiert Wiesn-Rundgang

04.09.2026 – 04:35 UhrLesedauer: 1 Min.

Willkommen zum Oktoberfest: Noch laufen die Aufbauarbeiten, aber bereits in 15 Tagen wird das größte Volksfest der Welt in München eröffnet. (Quelle: IMAGO/imago)

Der Bundesverband der Schausteller sagt wohl den Münchner Wiesn-Rundgang ab. Auslöser ist der Streit um Umgestaltungen von Fahrgeschäften.

Der Bundesverband der Schausteller und Marktkaufleute (BSM) hat seine Teilnahme am Wiesn-Rundgang der Stadt München abgesagt. Das berichtete die „tz“.

Wie das Blatt berichtet, begründe der BSM den Boykott mit Eingriffen der städtischen Gleichstellungsstelle in die Gestaltung von Fahrgeschäften. Betroffen ist unter anderem das Traditionsfahrgeschäft Teufelsrad, das umgestaltet werden musste. In einem Schreiben an die Stadt spricht der Verband dem Bericht zufolge von „Zensur“ und „Zwangspinselei“. Die Gestaltung der eigenen Betriebsstätte sei „Kernkompetenz des Unternehmers“. Auch beim Fahrgeschäft Happy Sailor mussten Änderungen vorgenommen werden.

Stadt München bedauert Absage der Schausteller

Der Wiesn-Rundgang findet traditionell zwei Tage vor dem Oktoberfest-Start statt. Die Stadt hatte den BSM eingeladen, weil der Verband die Aufnahme der Schaustellerkultur ins immaterielle Kulturerbe der Unesco erwirkt hatte.

Die Stadt München bedauert laut dem Bericht die Absage, zitierte die Zeitung eine städtische Stellungnahme: „Gerade ein so kontrovers diskutiertes Thema lebt vom Austausch und von Kompromissen.“

Der Deutsche Schaustellerbund sowie die Münchner Berufsverbände werden hingegen am Rundgang teilnehmen.

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