Bekannt aus „Star Trek“
Hollywoodstar Patrick Stewart ist tot
Aktualisiert am 29.10.2026 – 21:47 UhrLesedauer: 3 Min.
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Patrick Stewart ist bekannt aus „Star Trek“ und den „X-Men“-Filmen. Nun ist der Schauspieler im Alter von 86 Jahren gestorben.
Der britische Filmstar Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Das gab sein Management am Donnerstag bekannt. Demnach starb Stewart am Mittwoch in Los Angeles in Anwesenheit „seiner liebenden Frau Sunny“. Vorangegangen sei „eine kurze und heftige“ Alzheimer-Erkrankung. Anstelle von Blumen und Trauergeschenken bittet sein Management daher um Spenden für die Erforschung der degenerativen Hirnkrankheit.
Der gebürtige Brite Stewart hatte schon als Jugendlicher in Theatergruppen gespielt, bevor er an die Schauspielschule nach Bristol ging. Für Rollen als romantischer Held war Stewart wegen seiner frühzeitigen Kahlköpfigkeit nicht geeignet, stattdessen wandte er sich vor allem klassischen Rollen zu und wurde 1966 Mitglied der Royal Shakespeare Company, der er lange Jahre treu blieb.
Patrick Stewart: Mit diesen Rollen wurde er zum Weltstar
Ab den 1970er-Jahren spielte Stewart auch in britischen Fernsehfilmen und -Serien mit, unter anderem ist er im beliebten Weihnachtsfilm „Der kleine Lord“ als Butler zu sehen. 1987 schließlich wurde er für die Rolle des Raumschiff-Kommandeurs Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Genereation“ gecastet. Als Professor Charles Xavier spielte er in den vergangenen Jahren in zahlreichen „X-Men“ und Marvel-Filmen mit.
„Seine sonore Stimme und sein einzigartiges Talent werden für immer mit unauschlöschlichen Darbietungen in allen Genres verbunden sein“, hieß es in der Erklärung seines Managements. „Er hat die menschliche Verfassung in all ihrer poetischen Komplexität erkundet und Hoffnung nicht nur in die weiten Fernen des Marvel Cinematic Universe gebracht, sondern an Bord des Raumschiffs Enterprise auch an die ikonischste äußerste Grenze der Science Fiction.“
Für seine Verdienste wurde Stewart 2010 von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Privat lebte Sir Patrick im New Yorker Stadtteil Brooklyn in dritter Ehe mit der 38 Jahre jüngeren Musikerin Sunny Ozell zusammen, die bis zuletzt an seiner Seite war. Zudem hinterlässt er zwei Kinder aus seiner ersten Ehe mit der Schauspielerin Sheila Falconer. Geprägt von seiner Kindheit hatte sich Stewart auch als Schirmherr der britischen Refuge-Stiftung für den Kampf gegen häusliche Gewalt engagiert.
„Science-Fiction hat mich überhaupt nicht interessiert“
Als Jean-Luc Picard hatte Stewart 2020 mit Ende 70 noch einmal ein Comeback gefeiert. In der TV-Serie „Star Trek: Picard“ war der Brite noch einmal der aufrichtige, zuverlässige und manchmal etwas steife französische Kultkapitän. Bis 2002 hatte er diese Rolle in der ursprünglichen Serie mit dem feinen englischen Akzent 15 Jahre lang in sieben TV-Staffeln und vier Kinofilmen gespielt. Die Star-Trek-Fans betrauerten in dieser Woche bereits den Tod von Walter Koenig, der Pavel Chekov in der Originalserie gespielt hatte.
Dass er die Rolle des Captain Picard überhaupt bekommen hatte, war einem Zufall zu verdanken: Stewart half einem befreundeten Professor in den USA bei einem öffentlichen Vortrag, indem er Passagen von Shakespeare vorlas. Im Publikum saß an diesem Tag einer der „Star Trek“-Co-Produzenten, Robert Justman – der daraufhin sofort „Star Trek“-Schöpfer Gene Roddenberry informierte, dass er einen Captain gefunden habe. Als der Brite für die Rolle vorsprach, überzeugte er mit seiner Präsenz, tiefen Stimme und Ausdrucksweise auch Roddenberry.
