„Wurde geheim gehalten“
Mario Adorf halbes Jahr nach seinem Tod beigesetzt
28.10.2026 – 18:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Mai nahmen Freunde und Weggefährten in München öffentlich Abschied von Mario Adorf. Doch die Beisetzung verlief ganz anders – und an einem Ort, den Adorf selbst benannt hatte.
Mario Adorf ist am 8. April 2026 nach kurzer Krankheit in seiner Pariser Wohnung friedlich gestorben. Der Schauspieler wurde 95 Jahre alt. Bereits im Mai hatten Freunde und Weggefährten in München öffentlich Abschied genommen, bei einer großen Gedenkfeier, die an sein Leben und seine Arbeit erinnerte. Rund sechs Monate später sei er beigesetzt worden, wie sein langjähriger Manager Michael Stark der „Bild“-Zeitung mitgeteilt hat.

Demnach fand die Beisetzung Anfang Oktober im engsten Familienkreis statt. Dem Bericht zufolge wurde Adorf auf dem „Cimetière Marin“ in Saint-Tropez beerdigt. Das Urnengrab liege unter Pinien am äußersten Ende des Friedhofs, mit Blick auf das Mittelmeer. Der „Cimetière Marin“ gilt dabei nicht als gewöhnlicher Friedhof: Dort liegen nach Darstellung der Zeitung Menschen, die mit Saint-Tropez verbunden waren und den Ort über Jahre geprägt haben. Das Datum der Bestattung sei bewusst nicht öffentlich gemacht worden.
Manager Stark begründete die Entscheidung bei „Bild“: „Das Datum wurde geheim gehalten, um etwaige Störungen auszuschließen. Nachdem im Mai in München die große Gedenkfeier mit vielen Weggefährten und Freunden stattgefunden hatte, wollte Marios Frau Monique, seinem letzten Wunsch entsprechend, die Bestattung so schlicht und bescheiden wie möglich halten.“
Mario Adorf wollte auf den Friedhof in Saint-Tropez
Dass Saint-Tropez als Ort der letzten Ruhe infrage kam, hatte Adorf selbst bereits angedeutet. „Bild“ hatte ihn nach eigenen Angaben im August 2025 dort zum letzten großen Interview getroffen. Demnach saß er auf einer Hotelterrasse, ganz in Weiß gekleidet, wenige Wochen vor seinem 95. Geburtstag.
Über den nahe gelegenen Friedhof sagte er damals: „Der Friedhof in Saint-Tropez ist wunderschön. Direkt am Meer.“ Zudem habe er erklärt, er könne sich vorstellen, dort einmal für immer zu ruhen.