SC Paderborn – VfB Stuttgart
Es wirkte zunächst so, als hätten die Schwaben den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Zu Beginn bestimmte der Aufsteiger aus Ostwestfalen das Geschehen und hatte durch Marvin Pieringer (4.) und Clemens Lippmann (7.) früh zwei gute Gelegenheiten. Die Paderborner nahmen anfangs den Schwung aus dem 1:0 gegen den HSV am Samstag mit.
Trainer Ralf Kettemann hatte überraschend die ganz große Rotation angeworfen und gleich acht frische Spieler gebracht. Einer, der in der Anfangself verblieb, war Curda – doch der leistete seinem Team einen Bärendienst. Völlig unnötig grätschte er nach 36 MinutenStuttgarts Bilal El Khannouss an der Seitenlinie von hinten in die Beine und sah zu Recht von Schiedsrichter Florian Badstübner die Rote Karte.
Der VfB nutzte die Überzahl fast noch vor der Pause. Maximilian Mittelstädt traf aus 20 Metern aber nur die Latte. Ansonsten tat sich der Champions-League-Teilnehmer aber auch mit einem Spieler mehr sehr schwer. Ermedin Demirović hätte den VfB nach der Pause aber erlösen können, scheiterte jedoch zweimal völlig allein vor dem Paderborner Tor am stark reagierenden Markus Schubert im Tor der Gastgeber (66., 68.). Die Ostwestfalen verteidigten leidenschaftlich, sorgten aber kaum noch für Entlastung. Das rächte sich, als Undav spät traf.
SC Freiburg – VfL Wolfsburg
Die Partie begann furios, nicht nur wegen der imposanten „SCF“-Choreo der Freiburger Anhänger: Eine Flanke von Kapitän Christian Günter verwertete Matanović per Kopf zur frühen Führung für die Gastgeber. Wolfsburgs Cleiton hatte den 1,95 Meter großen Stürmer nicht eng genug bewacht. Die Torhymne war kaum verklungen, da bissen die Wölfe zurück. Der in Karlsruhe aufgewachsene VfL-Torwart Timon Wellenreuther schlug den Ball weit in die Freiburger Hälfte, wovon zumindest SC-Abwehrspieler Max Rosenfelder überrumpelt war. Shiogai reagierte besser und traf aus 15 Metern mit viel Wucht flach zum Ausgleich. SC-Torwart Florian Müller, der sein Saisondebüt gab, war zwar noch am Ball dran, aber nicht mehr entscheidend.
Kurz vor der Pause drehte der VfL die Partie sogar. Freiburgs Flügelspieler Irié dribbelte am eigenen Strafraum mit dem Ball unnötigerweise ins Toraus. Den folgenden Eckball trat Muhammed Damar präzise wie wuchtig auf den Kopf von Shiogai, der ungedeckt vollenden durfte. Freiburgs Trainer Julian Schuster trottete mit verärgerter Miene in die Kabine. Seine Mannschaft war insgesamt zwar feldüberlegen, aber einfallslos gegen die nach dem 0:1 defensiv aufmerksamen Wolfsburger. Obendrein musste Nationalspieler Philipp Treu in der 39. Minute angeschlagen vom Platz, Lukas Kübler ersetzte ihn.
