Der SC Freiburg wirkt im Finale der Europa League teilweise überfordert. Das wirkt sich auch auf die Noten der Spieler in der Einzelkritik aus.
Aus Istanbul berichtet Nikolai Stübner
Mit leeren Blicken standen die enttäuschten Europacup-Helden um Matthias Ginter neben der Jubeltraube von Aston Villa, Erfolgstrainer Julian Schuster versuchte, die hängenden Köpfe wieder nach oben zu bekommen. Für den SC Freiburg ist der Traum vom großen Coup in der Europa League geplatzt, beim 0:3 (0:2) zeigte der englische Klub dem „kleinen“ Sport-Club im Finale von Istanbul die Grenzen auf.
Trotz des fantastischen Weges der Freiburger herrschte nach Abpfiff auch bei Schuster Enttäuschung. „Für den Moment spüre ich keine Zufriedenheit. Wir haben ein Finale verloren, das überwiegt für den Moment und schmerzt sehr“, sagte er bei RTL, seine Silbermedaille hatte er schon abgelegt. „40 Minuten war es in Ordnung, wenn du ein Spiel dann aus der Hand gibst, ist es sehr hart.“ Wie sich die Freiburger in der Einzelkritik von t-online schlugen, lesen Sie hier oder unten in der Fotoshow.
Youri Tielemans (41.) und Emiliano Buendia (45.+3) mit zwei wunderschönen Toren sowie Morgan Rogers (58.) ließen die Hoffnungen des Sport-Clubs platzen, die ersehnte magische Nacht blieb aus.
Dabei hielt der Bundesligist zunächst gut mit, geriet durch zwei starke Aktionen des Favoriten aber ins Hintertreffen – und erholte sich davon nicht mehr. In einem stimmungsvollen Endspiel verpasste der Sport-Club auch den erstmaligen Einzug in die Champions League, den der Titel bedeutet hätte. Stattdessen geht es nach Platz sieben in der Bundesliga in die Conference League.
Villas Trainer Unai Emery stieg mit seinem fünften Titelgewinn in die Riege der ganz Großen auf: Fünf Europapokalsiege gelangen zuvor nur Giovanni Trapattoni, Carlo Ancelotti und José Mourinho. Der Klub aus Birmingham feierte seinen ersten Europa-League-Sieg und den ersten im Europacup seit 1982, damals im Endspiel gegen Bayern München. Vor der Pokalübergabe bildeten seine Spieler ein Spalier für Emery, der Coach durfte als Erster in Richtung der Trophäe schreiten.
