Badesaison in Berlin

Saugwürmerlarven früher als üblich in drei Seen gemeldet

18.06.2026 – 08:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Die offiziellen Badegestellen in Berlin werden regelmäßig geprüft (Symbolbild): In drei Seen gab es Meldungen über Zerkarien. (Quelle: Paul Zinken/dpa/dpa-bilder)

In drei Badeseen sind Zerkarien entdeckt worden. So gefährlich sind die Larven für Menschen.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (Lageso) hat für die laufende Badesaison bereits früh Meldungen über Zerkarien erhalten – früher als in den vergangenen Jahren. Betroffen sind bislang der Jungfernheideteich, der Teufelssee und der Schlachtensee. In den Vorjahren gingen solche Hinweise laut Lageso eher zwischen Mitte Juni und Mitte Juli ein.

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Zerkarien sind Larven bestimmter Saugwürmer. Sie können sich in die Haut bohren und Juckreiz oder einen allergischen Hautausschlag verursachen.

Meldungen über Larven früher als gewohnt

Das frühe Auftreten hängt nach Einschätzung des Lageso möglicherweise mit einer raschen Wassererwärmung zusammen. Sprecherin Stephanie Reisinger sagte: „Das Wasser einiger Gewässer hat sich in diesem Jahr sehr früh erwärmt, wodurch Zerkarien bereits Ende Mai/Anfang Juni ausgeschwärmt sein können. In den letzten Jahren erhielten wir Zerkarienmeldungen eher Mitte Juni bis Mitte Juli.“

Ob Zerkarien nach einer Meldung noch in einem Gewässer vorhanden sind, lässt sich nicht mehr feststellen: Eine Überprüfung sei nicht zielführend, da die Larven nach wenigen Tagen nicht mehr im Wasser nachweisbar seien, teilt das Lageso mit. Auftreten und Ausschwärmen seien zeitlich begrenzt und nicht vorhersehbar.

So ist die Wasserqualität in den Berliner Seen

Auf die allgemeine Badegewässerqualität haben die Meldungen keinen Einfluss. Alle 39 ausgewiesenen Berliner Badestellen erfüllen nach den aktuellen Messungen des Lageso die Anforderungen für eine ausgezeichnete Badegewässerqualität. Die Gewässer werden während der Saison in 14-tägigen Abständen auf Keime wie Escherichia coli und Enterokokken untersucht.

Das Lageso weist darauf hin, dass sich die Wasserqualität kurzfristig verändern kann – etwa nach starken Regenfällen oder bei anhaltend hohen Temperaturen. Dann können vereinzelt Belastungen auftreten oder sich Blaualgen vermehren.

An zwei Badestellen wurden zudem eingeschränkte Sichttiefen gemessen: am Dämeritzsee 0,7 Meter, an der Badestelle Schmöckwitz/Dahme 0,8 Meter. Das kann laut Lageso Rettungsmaßnahmen behindern. Alle anderen Badestellen weisen Sichttiefen von mehr als drei Metern auf.

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