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Finanzen

Saudi-Arabien senkt Ölpreis – aber nur für Asien, in Europa steigt

wochentlich.deBy wochentlich.de8 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Ausgleich für Transportkosten

Saudi-Arabien senkt überraschend Ölpreis für eine Region


Aktualisiert am 08.10.2026 – 09:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Ölproduktion in Saudi-Arabien: Asien bekommt derzeit einen Rabatt. (Archivbild) (Quelle: Ali Haider/EPA/dpa/dpa-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Die Preise für Öl aus Saudi-Arabien sinken im November – allerdings nur für den asiatischen Markt. In Europa steigen sie dagegen.

Saudi-Arabien hat seine Preise für Öl auf ein Sechs-Jahres-Tief gesenkt, allerdings nur für eine bestimmte Region. Wie eine Preisliste zeigt, wird das sogenannte Arab Light Crude Oil in Asien im November zu einem Abschlag von fünf US-Dollar (rund 4,4 Euro) je Barrel gegenüber dem Durchschnittspreis in Oman oder Dubai angeboten. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Abschlag von drei Dollar je Barrel und der größte Rabatt seit 2020.

Bei den Sorten Arab Medium und Arab Heavy, die der staatliche Konzern Aramco anbietet, ist der Preis für asiatische Kunden sogar um fünf US-Dollar im Vergleich zum Vormonat gefallen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters, der die Preisliste vorliegt, hatten Analysten eigentlich mit einem Preisanstieg von fünf US-Dollar gerechnet.

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Der Grund für die Preissenkungen soll laut Informationen von Reuters darin liegen, dass die Abnehmer für ihre hohen Frachtkosten kompensiert werden sollen. Die Kosten für die Buchung eines großen Rohöltankers, der zwei Millionen Barrel Öl vom Golf nach China befördern kann, beliefen sich laut Daten der Analysten von LSEG am Freitag auf 1,2 Millionen US-Dollar (etwa 1,07 Millionen Euro) pro Tag. Vor einem Jahr lagen sie noch bei etwa 80.000 US-Dollar pro Tag. Außerdem wolle man die langen Wartezeiten beim Verladen ausgleichen, die im ägyptischen Hafen Sidi Kerir derzeit entstehen. Hier wird ein Teil des saudischen Öls auf Schiffe verladen.

Europa zahlt mehr, Preis für die USA bleibt stabil

Mit den niedrigen Preisen sollen die asiatischen Kunden gehalten werden, bevor sie in anderen Märkten kaufen. Europa dagegen wird mehr zahlen müssen. In der Preisliste ist von einer Erhöhung von drei Dollar je Barrel bei allen Sorten die Rede. Kunden in den USA bezahlen im November den gleichen Preis wie bisher. Europa ist aber nur ein kleiner Kunde für Aramco, der Marktanteil liegt bei etwa sieben Prozent.

Durch den Iran-Krieg hatte Saudi-Arabien Probleme, sein Öl auf den Weltmarkt zu bringen. Seit September wird es von eigenen Schiffen auf Handelsschiffe im Roten Meer verladen, um Transporte durch die Straße zu vermeiden. Auf diesem Weg konnte bereits fast das Vorkriegsniveau erreicht werden und Kunden können die hohen Versicherungskosten für eine Passage der Straße von Hormus sparen.

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