„Das geht immer nach hinten los“

Sanitäter: Diese drei Fehler sollten Wiesn-Besucher vermeiden


27.09.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Sanitäter auf der Theresienwiese: In diesem Jahr mussten die Teams mit einer Personentrage bislang schon 1.161 Mal ausrücken. (Quelle: IMAGO/Bernhard Herrmann/imago)

Rund 3,8 Millionen Menschen feierten schon auf der Wiesn – und die Sanitäter hatten viel zu tun. Drei einfache Regeln können helfen, einen Besuch auf der Station zu vermeiden.

Die Sonne scheint, die Biergärten sind gut gefüllt, die Stimmung ist prächtig. Es ist Halbzeit auf der Münchner Wiesn. Wo Millionen Menschen feiern, bleiben allerdings auch medizinische Notfälle nicht aus. Die Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz hatten bis zum zweiten Wiesn-Sonntag bereits 4.342 Patienten zu versorgen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 3.953 Fälle. Das entspricht einem Anstieg von knapp zehn Prozent.

Die Einsatzgründe sind dabei ziemlich unterschiedlich: 35 Prozent der Fälle gehen auf Alkohol zurück, 32 Prozent sind chirurgische Fälle wie Schnitt oder Sturzverletzungen. Weitere 33 Prozent sind internistischer oder neurologischer Natur.

Was können Wiesnbesucher also selbst tun, damit sie gar nicht erst auf der Sanitätsstation landen?

Ein Wiesn-Sanitäter verrät einer Reporterin der Münchner t-online-Redaktion drei klassische Fehler, die Oktoberfest-Besucher besser vermeiden sollten.

Regel 1: Nicht mit offenen Schuhen auf die Wiesn

Flipflops, Sandalen ohne Halt oder andere Schuhe, aus denen man schnell herausrutscht, mögen bei warmem Wetter bequem erscheinen. Auf der Wiesn sind sie allerdings keine besonders gute Idee. „Man läuft einfach unglaublich viel“, erklärt der Sanitäter. Und irgendwann tun die Füße weh.

Dazu kommt, dass zwischen den Fahrgeschäften, Biergärten und Zelten Scherben liegen können. Wer dann mit offenem Schuhwerk unterwegs ist, hat schnell eine Verletzung.

Regel 2: Auf keinen Fall auf leeren Magen trinken

Der Klassiker. Und einer, der laut Sanitäter immer wieder zum Problem wird. „Manch einer denkt sich vor der Wiesn: Lieber spare ich mir das Essen, dann bleibt mehr Geld für die Maß.“ Das geht allerdings „eigentlich immer nach hinten los“, sagt der Sanitäter.

Oktoberfest-Besucher im Zelt (Symbolbild): Vor allem Touristen und Nicht-Münchner unterschätzen oft das wirkungsvolle Starkbier, das auf der Wiesn ausgeschenkt wird. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Denn Alkohol auf leeren Magen wird deutlich schneller aufgenommen. Der Effekt kann entsprechend heftig ausfallen. Deshalb sollte vor dem ersten Bier ordentlich gegessen werden. Eine richtige Mahlzeit, nicht nur schnell eine Handvoll Chips. Und auch während des Wiesnbesuchs darf es ruhig noch einmal etwas zu essen sein.

Ganz wichtig außerdem: das berühmte Zwischenwasser.

Regel 3: Betrunkene Freunde nicht alleine lassen

Wenn aus dem fröhlichen Wiesnbesuch irgendwann ein ziemlich wackeliger Heimweg wird, sollte niemand einfach zurückgelassen werden. Gerade wenn jemand stark betrunken ist, nicht mehr richtig laufen kann oder kaum noch ansprechbar ist, sollte die Gruppe zusammenbleiben. „Passt aufeinander auf“, lautet deshalb die einfache Botschaft des Sanitätsdienstes.

Ein alkoholisierter Besucher schläft auf dem sogenannten „Kotzhügel“: Egal in welchem Zustand, Freunde und Bekannte sollten auf der Wiesn am besten nie alleingelassen werden. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)
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