Nicht alle Tech-Titel sind eine gute Wahl
Denn längst nicht jede bekannte Aktie läuft gut. „Microsoft und Meta gehören zwar weiterhin zu den Schwergewichten des Marktes, konnten auf Jahressicht zuletzt aber nicht mehr mit den Spitzenreitern mithalten“, so Lars Reichel von der Börse München. Auch PayPal oder Adobe belasten viele Depots noch immer. Beide Werte arbeiten zwar an einer Stabilisierung, die Kursentwicklung der vergangenen Monate bleibt jedoch desaströs.
Das erklärt, warum viele Anleger trotz grundsätzlich solider Portfolios hinter der Entwicklung der Nasdaq zurückbleiben. Der Index profitiert nicht nur von den größten Technologiekonzernen, sondern zunehmend auch von einer zweiten Reihe von Chip- und KI-Werten, die enorme Kursgewinne verzeichnen.
Ein ähnliches Bild zeigt sich im Dow Jones. Die Daten des Brokers Bitpanda zeigen, dass im Dow Jones Aktien wie Caterpillar, Nvidia, Goldman Sachs, Cisco oder Apple deutlich profitierten, während gleichzeitig schwächere Titel wie Nike oder Salesforce Performance kosteten. Die Mischung macht den Unterschied, was dazu führt, dass zwei Anleger mit scheinbar ähnlichen Depots am Ende sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen.
Beim Dax sollte man auf Siemens Energy, Commerzbank und RWE setzen
Auch in Deutschland zeigt sich dieser Effekt. Viele Anleger sprechen über den Dax, tatsächlich entscheidet aber die Gewichtung einzelner Unternehmen über die Entwicklung des Index. Infineon hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zu einem der wichtigsten Kurstreiber entwickelt. Dahinter folgen unter anderem Siemens Energy, Commerzbank oder RWE. Gleichzeitig bleiben andere bekannte Namen hinter den Erwartungen zurück. SAP, Beiersdorf oder auch Rheinmetall haben zuletzt nicht die Rolle gespielt, die viele Anleger möglicherweise erwartet hätten.
