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Gesundheit

Salzhunger: Mögliches Warnzeichen für Nebennierenschwäche

wochentlich.deBy wochentlich.de26 September 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Salzhunger: Mögliches Warnzeichen für Nebennierenschwäche
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Mögliches Warnsignal

Salzhunger kann auf ernste Erkrankung hinweisen


Aktualisiert am 26.09.2025 – 15:56 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Jemand salzt Pommes frites: Unerklärlicher Salzhunger kann ein Warnzeichen sein. (Quelle: EyeEm Mobile GmbH/getty-images-bilder)

Appetit auf Salziges kann viele, oft harmlose Gründe haben. Doch Vorsicht bei hartnäckigem Salzhunger: Dahinter steckt womöglich eine Nebennierenschwäche.

Selbst völlig gesunde Menschen können Heißhunger auf salzige Lebensmittel wie Chips, Pommes frites oder Salzgebäck verspüren. Als Auslöser hierfür kommen unter anderem hormonelle Schwankungen (wie im Menstruationszyklus), Schlafmangel, Stress und Langeweile infrage. Oder der Körper zeigt damit an, dass er gerade Salz benötigt, weil er etwa durch starkes Schwitzen viele Elektrolyte (auch Blutsalze genannt) verloren hat.

Seltener ist Salzhunger ein Anzeichen für eine Erkrankung, bei welcher die Elektrolyte im Körper aus dem Gleichgewicht geraten. Ein Beispiel hierfür ist eine Form von Nebennierenschwäche: die primäre chronische Nebenniereninsuffizienz, die typischerweise zu einem Mangel an Natrium und einem Überschuss an Kalium führt.

Da ein ausgeglichener Elektrolythaushalt die Voraussetzung für viele lebenswichtige Körperfunktionen ist, können Elektrolytstörungen die Gesundheit massiv beeinträchtigen und im Extremfall tödlich verlaufen. Ständigen Salzhunger zu ignorieren, ist daher nicht ratsam. Doch wie kann eine Nebennierenschwäche dahinterstecken? Das liegt an der Funktion der Nebennieren als hormonbildende Drüsen.

Gesunde Nebennieren produzieren verschiedene Hormone, darunter Mineralokortikoide wie Aldosteron. Bei einer Nebenniereninsuffizienz infolge geschädigter Nebennieren kann somit ein Mangel an Aldosteron entstehen, welcher wiederum Salzhunger auslösen kann. Denn normalerweise steuert das Hormon den Wasser- und Elektrolythaushalt und somit den Blutdruck, indem es bei Bedarf

Wenn die Nebennieren aufgrund einer Insuffizienz zu wenig Aldosteron freisetzen, verliert der Körper demnach verstärkt Wasser und Natrium (was vermutlich den Salzhunger erklärt) bei gleichzeitig verminderter Kaliumausscheidung. Im Blut sind dann niedrige Natriumwerte (Hyponatriämie) und hohe Kaliumwerte (Hyperkaliämie) feststellbar. Weitere mögliche Anzeichen des gestörten Wasser- und Elektrolythaushalts sind:

Neben Salzhunger führt die primäre Nebenniereninsuffizienz typischerweise auch zu einer verstärkten Pigmentierung – also dunkleren Färbung – der Haut und Schleimhäute. Vorwiegend betroffen sind Narben und Muttermale sowie Stellen, die kaum der Sonne ausgesetzt sind (wie Fußsohlen, Handinnenflächen und die Mundschleimhaut). Bei dunkler Haut sind diese Veränderungen allerdings mitunter schwerer zu erkennen.

Außerdem können bei einer primären Nebenniereninsuffizienz Symptome auftreten, die bei allen Formen von Nebennierenschwäche gleichermaßen vorkommen – also auch bei solchen, die keinen Salzhunger hervorrufen. Diese zusätzlichen Symptome sind nicht durch fehlendes Aldosteron bedingt, sondern durch einen Mangel an anderen Nebennierenhormonen – nämlich an Glukokortikoiden wie Kortisol oder an männlichen Sexualhormonen. Dazu zählen unter anderem:

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