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Politik

Sahra Wagenknecht „verzweifelt“: Katja Wolf kritisiert BSW-Gründerin

wochentlich.deBy wochentlich.de20 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„BSW trägt ja ihren Namen“

Wagenknecht „verzweifelt“: Heftige Kritik aus der eigenen Partei

20.08.2026 – 17:02 UhrLesedauer: 2 Min.

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Sahra Wagenknecht (r) mit Katja Wolf (Archivbild): Das Verhältnis der beiden gilt als zerrüttet. (Quelle: via imago-images.de/imago)

Im Interview lässt Thüringens BSW-Landesvorsitzende Katja Wolf kaum ein gutes Haar an Parteigründerin Wagenknecht. Wogegen sie besonders scharf schießt.

Im Dauerzwist mit der Bundesspitze des BSW hat Thüringens Landeschefin Katja Wolf die Parteigründerin Sahra Wagenknecht verbal attackiert – auch wegen deren Haltung zur AfD. Mit der Annäherung an die AfD habe Wagenknecht eine Grenze überschritten, sagte Wolf im Interview der „Zeit“. „Sie geht ja nicht nur inhaltlich auf die extreme Rechte zu, sondern bietet sich ihnen als Machtoption an.“ Die AfD sei „im Vergleich zu einem CDU-Ministerpräsidenten nicht das kleinere Übel, sondern in vielen Bereichen hochgefährlich“, so Wolfs Einschätzung. Die Partei agiere rassistisch und frauenfeindlich. „Für das BSW kann es keine Verbrüderung mit der AfD geben.“

Wolf bezog sich auf Äußerungen Wagenknechts, dass das BSW einem AfD-Ministerpräsidenten in Magdeburg zur Macht verhelfen könnte. Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag. Das BSW bangt dort um den Einzug ins Parlament. Die AfD gilt in Sachsen-Anhalt wie auch in Thüringen als gesichert rechtsextremistisch.

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Wagenknecht hatte etwa in der „Bild“ erklärt, dass das Ziel in Sachsen-Anhalt sei, einen überparteilichen Ministerpräsidenten zu wählen, der mit einem Kompetenzkabinett und wechselnden Mehrheiten regiert. „Das bedeutet: auch mit der AfD.“ Sollten die anderen Parteien dieses Modell ablehnen, „werden wir uns im dritten Wahlgang enthalten“.

Wolf: Geht Wagenknecht nur noch um ihr Lebensprojekt

Thüringens Digitalminister und ehemaliger BSW-Co-Chef Steffen Schütz sagte dem neuen Nachrichtenportal „Fokus Thüringen“, zur Wahrheit gehöre auch, „dass nicht nur Wagenknecht und der BSW-Bundesvorstand es richtig finden, die Brandmauer endgültig abzureißen und mit wechselnden Mehrheiten auch mit der AfD zu regieren“. Auch aus anderen BSW-Landesverbänden gebe es solche Äußerungen. „Und selbst in Thüringen finden nicht nur Menschen mit BSW-Parteibuch wie Anke Wirsing, dass das eine gute Idee sei“, so Schütz.

Wolf sagte im „Zeit“-Interview nun, sie werde nicht über das Seelenleben Wagenknechts spekulieren. „Aber es gab bei ihr natürlich eine Riesenenttäuschung, dass der Einzug in den Bundestag so knapp gescheitert ist. Nun kämpft sie verzweifelt um Sichtbarkeit.“ Wagenknecht sei es „sehr schnell nicht mehr darum gegangen, was das Beste“ für die drei Bundesländer sei, in denen das BSW im Landtag sitzt – „sondern nur noch um die Zukunft ihres Lebensprojektes. Schließlich trug und trägt das BSW ja ihren Namen.“

Auch Wagenknechts Idee eines überparteilichen Ministerpräsidenten, den die BSW-Gründerin auch gerne in Thüringen hätte, kritisierte Wolf harsch. „Das kann nicht der richtige Weg für Thüringen sein, denn eine Expertenregierung wäre ja keine klassische Minderheitsregierung mehr, sondern eine gefährliche Technokratenregierung.“ Wolf ist in Thüringen auch Finanzministerin einer Koalition aus CDU, BSW und SPD. Diese sogenannte „Brombeer“-Koalition ist Wagenknecht und der Bundesspitze des BSW schon länger ein Dorn im Auge.

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