Bildungsmonitor 2026

Sachsen bleibt Spitzenreiter – doch Studie warnt

14.09.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Alphabet ist in einer Grundschule an einer Tafel (Archivbild): Sachsen landet wieder auf dem ersten Platz des Bildungsmonitors. (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-bilder)

Sachsen führt den Bildungsmonitor der arbeitgebernahen INSM erneut an. Die Studie warnt aber: Immer mehr Schüler verfehlen bundesweit Mindeststandards.

Sachsen belegt im Bildungsmonitor 2026 erneut den ersten Platz unter den 16 Bundesländern. Die jährliche Vergleichsstudie der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wird vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführt und bewertet Bildungssysteme aus bildungsökonomischer Perspektive anhand von 98 Indikatoren.

Dahinter folgen Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg. Am Ende des Feldes liegen Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, Schlusslicht ist erneut Bremen.

So begründet die Studie den ersten Platz

Als Stärken Sachsens hebt der Bildungsmonitor den besonders hohen Anteil ganztägig betreuter Kinder in Schule und Kita hervor. Positiv bewertet die Studie zudem ein gut qualifiziertes Kita-Personal mit wenigen Ungelernten sowie gute Ergebnisse in Schulleistungstests.

Gleichzeitig bescheinigt die Studie dem deutschen Bildungssystem insgesamt eine negative Entwicklung. Laut Bildungsmonitor sinken die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen.

Studie: Mindeststandards oft nicht erreicht

Der Anteil derer, die Mindeststandards oder Abschlüsse nicht erreichen, nehme zu. „Dies gefährdet nicht nur individuelle Teilhabe und Aufstiegschancen, sondern auch die Fachkräftebasis der deutschen Wirtschaft insgesamt“, heißt es in der Studie.

Handlungsbedarf sieht der Bildungsmonitor bei der frühen Sprachförderung sowie bei flexiblen Wegen der beruflichen Nachqualifizierung. Die demografische Entwicklung in den ostdeutschen Flächenländern mit schrumpfender Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bezeichnen die Autoren als „besonders dramatisch“. Zuwanderung und die bessere Einbindung internationaler Studierender nennt die Studie als mögliche Handlungsfelder.

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