Formel 1 in Zandvoort
Mercedes-Pilot feiert Sprint-Hattrick – Deutscher im Pech
Aktualisiert am 22.08.2026 – 12:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sprint in den Niederlanden wird zur einseitigen Angelegenheit. Für den einzigen Deutschen im Fahrerfeld läuft früh dagegen nichts mehr.
George Russell hat den Sprint in Zandvoort gewonnen. Der Mercedes-Pilot setzte sich auf der Strecke am Samstag vor Charles Leclerc (Ferrari) und Weltmeister Lando Norris (McLaren) durch und sicherte sich damit erneut acht wichtige Punkte für die WM-Wertung – es ist bereits Russells dritter Sprint-Sieg in dieser Saison.
Russells Teamkollege, der aktuelle WM-Führende Kimi Antonelli, fuhr knapp dahinter auf Platz vier und baute im Titelrennen seinen Vorsprung auf Rekordweltmeister Lewis Hamilton, der nur Siebter wurde, auf 53 Punkte aus. Russell, der das Momentum nun auch in die Qualifikation für das Hauptrennen (ab 16 Uhr im Liveticker bei t-online) mitnehmen will, verkürzte derweil seinen Rückstand auf den Italiener auf 56 Zähler.
Lokalmatador Max Verstappen belegte vor Hamilton Rang sechs. Bislang läuft das Heimspiel für den viermaligen Weltmeister, der am Donnerstag seinen Vertrag bei Red Bull bis 2030 verlängert hatte, nicht nach Plan.
Für Nico Hülkenberg war dagegen schon ganz früh Schluss. Der einzige Deutsche im Fahrerfeld fiel schon beim Start wegen Problemen mit seinem Audi weit zurück, musste das Auto dann wenig später in der Box abstellen. Zwar fuhr er nach Änderungen am Auto in der letzten Runde nochmals raus, war aber längst chancenlos.
Highlight kurz vor Schluss
Vor dem Kurzrennen war der Blick immer wieder gen Himmel und Richtung Regenradar gegangen – doch die Piloten starteten bei trockenen Bedingungen. Fast alle Piloten gingen den Sprint mit den Mediums an, nur Leclerc und Oliver Bearman im Haas setzten auf die weichere Mischung.
Russell, der sich am Freitag etwas überraschend seine dritte Sprint-Pole des Jahres gesichert hatte, verteidigte beim Start Platz eins erfolgreich, dahinter schnappte sich Antonelli von Oscar Piastri den vierten Rang. Lange tat sich dann wenig, erst in der Schlussphase sorgte Leclerc mit seinem Überholmanöver gegen Norris für ein Highlight.
Am Sonntag steigt dann der vorerst letzte Grand Prix in Zandvoort (ab 15 Uhr im Liveticker bei t-online). Trotz großer Beliebtheit bei den Fahrern fehlt der Traditionskurs, der erst 2021 sein Comeback in der Königsklasse gefeiert hatte, ab der kommenden Saison im Rennkalender der Formel 1.